Am Sonntag entdeckte die Küstenwacht ein Boot mit 57 Flüchtlingen an Bord vor der Nordseeküste auf Höhe von Koksijde. Die mutmaßlich illegalen Einwanderer sollen von Dünkirchen in benachbarten Nordfrankreich aus auf dem Weg nach Großbritannien gewesen sein. Die Bootsinsassen verweigerten allerdings jedwede Hilfe.
Flüchtlingsboot vor der belgischen Nordseeküste: "Sie verweigerten jede Hilfe"
Auf die Verweigerung der Hilfe von Seiten der 57 Flüchtlinge beschlossen Polizei und Hilfsdienste, deren Boot bis in die britischen Hoheitsgewässer zu begleiten und es dort den Einwanderungsbehörden zu übertragen.
Das Boot wurde am Sonntagvormittag bemerkt und sofort begaben sich Rettungsschiffe aus Nieuwpoort und aus Ostende in Richtung der Flüchtlinge, die sich mit 57 Personen in einem Schlauchboot drängten.
Peter Van Camp vom Maritimen Küstendienstleister (MDK) sagte, man habe versucht, das Boot zum Umkehren zu bewegen, da die Lage gefährlich war, „doch die Insassen hatten nicht vor, anzuhalten.“
„Wir haben auf sie eingeredet, doch wir können sie nicht zwingen, zurückzukehren. Das Bötchen war voll und viele saßen auf dem Rand. Bei der geringsten Berührung hätte das Schlauchboot kentern können“, so Van Camp. Hier sei deren Sicherheit das Wichtigste gewesen.
Die regionalen flämischen Küstenbehörden nahmen Kontakt zu den britischen Einwanderungsbehörden auf und begleiteten das Boot bis zu den englischen Gewässern: „Was dann mit den Leuten passierte, wissen wir nicht.“
