Zum Hauptinhalt springen
Premier De Croo und Außenministerin Lahbib (Archivfoto)
Inland
Politik

Belgiens Regierung verurteilt den iranischen Angriff auf Israel

Belgiens Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) hat den Angriff des Iran auf Israel am vergangenen Wochenende scharf verurteilt. De Croo rief die Konfliktparteien über die sozialen Medien zu Zurückhaltung auf. Inzwischen rät das belgische Außenamt von Reisen nach Israel und in andere Länder im Nahem Osten ab. Belgiens Entwicklungshilfeministerin Caroline Gennez (Vooruit) sagte unterdessen eine Reise in die palästinensischen Gebiete aus Sicherheitsgründen ab.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Premier De Croo sagte via X, dass der direkte Angriff auf Israel eine gefährliche Eskalation des Konflikts in Nahen Osten darstelle und das der Iran ein „Sponsor des internationalen Terrorismus“ sei. Der belgische Regierungschef unterstrich am Sonntag gegenüber VRT NWS zwar, dass Israel ein Recht auf Verteidigung habe, rief aber auch dieses Land dazu auf, eine weitere Eskalierung der Gewalt zu vermeiden.

Bundesaußenministerin Hadja Lahbib (MR) verurteilte des iranischen Angriff auf Israel ebenfalls deutlich und vermutet, dass diese Vorgehensweise zu einer Eskalation der Gewalt in der gesamten Region führen könnte. Damit ergänzte sie quasi die Befürchtung De Croos, dass die Lage im Nahen Osten aus dem Ruder laufen und unkontrollierbar werden könnte.

Warnungen der belgischen Behörden

Die belgische Botschaft in Tel Aviv und das Außenamt in Brüssel rufen derweil ihre Landsleute dazu auf, nicht nach Israel und die umgebenden Länder zu reisen. Belgier, die in Israel leben, sollen auf jeden Fall allen Aufforderungen der dortigen Behörden Folge leisten. Landsleute, die sich im Iran aufhalten, sollten das Land sofort verlassen, denn eventuelle konsularische Hilfe könne im Falle von Problemen nicht gewährleistet werden.

Gennez sagt Nahost-Reise ab 

Auf Grund der Spannungen zwischen Israel und dem Iran hat Belgiens Entwicklungshilfeministerin Caroline Gennez (Vooruit) ihre geplante Reise in den Nahen Osten verschoben. Sie wollte die palästinensischen Autonomiegebiete bzw. die von Belgien unterstützten und geförderten Projekte aufsuchen, um zu sehen, wie diese aktuell im Zuge der Gewalt zwischen Israel und der Hamas funktionieren. Gennez plante anschließend auch einen Besuch in Israel. Gennez sagte diese Reise ab und rief zu De-Eskalierung und zu einer Aufnahme von Gesprächen auf.

Gennez unterstrich, dass sich Belgien weiter für einen Waffenstillstand, für die Freilassung der israelischen Geiseln der Hamas und für humanitäre Hilfe in den Palästinensergebieten einsetzen werde.     

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5