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Ladung für (zu) viele Lastwagen

Wie eine Binnenschiffer-Familie aus Flandern den Straßenverkehr entschärfen will

Auch im belgischen Bundesland Flandern nehmen die Staus auf den Straßen und Autobahnen nicht ab und die Zahl der LKW, die hier unterwegs sind, geht weiter nach oben. Manchmal aber sind Lösungswege recht einfach. Um einen nachhaltigeren Transport in die Wege zu leiten, gründete der flämische Reeder Lazlo Albrecht vor rund einem Jahr TransMatch, ein Unternehmen, dass sich auf die Binnenschifffahrt spezialisiert hat. 

Andreas Kockartz
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„Wir sind eine Binnenschiffer-Familie. Meine Frau, mein Vater und mein Schwiegervater, die sich ebenfalls für TransMatch einsetzen, wissen also sehr genau, welche Bedeutung der Transport auf dem Wasser beinhaltet“, so Lazlo Albrecht in einer Verkehrs- und Mobilitätsbeilage von einigen flämischen Tageszeitungen.

Mit einer Flotte von 15 Schiffen zwischen 500 und 4.000 Tonnen Ladekapazität habe man im vergangenen Jahr rund eine Million Tonnen Waren und Güter befördert. Das waren in erster Linie Massengüter, wie Getreide, Viehfutter und Düngemittel sowie Baustoffe.

33.000 LKW und die entsprechende CO₂-Einsparung  

„Umgerechnet in 30-Tonner-Lastwagen haben wir in diesem Zeitraum etwa 33.000 Lastwagen aus dem Verkehr gehalten“, so Albrecht. Eine solche Transportmenge vom Straßenverkehr wegzuhalten sei z.B. für die Hafenstadt Antwerpen und ihrem enormen Straßentransportaufkommen eine positive Sache, so der Schifffahrtsunternehmer.

Die Binnenschifffahrt stößt im Vergleich mit dem LKW-Verkehr drei- bis sechsmal weniger CO₂ aus , so Albrecht weiter: „Die Lastwagen werden natürlich auch immer grüner und das sorgt dafür, dass wir hier nicht hintenanstehen bleiben können. Wir bauen Katalysatoren in unsere Schiffe ein und wir folgen der Umweltfreundlichkeit auf dem Fuß. Sobald die Binnenschiffe mit Wasserstoff, Methanol oder Batterien betrieben werden können, wollen wir dabei sein.“

Optimale Logistikkette

„Auch unsere Kunden - bestehende und neue Kunden - schauen sich an, wie sie ihre Logistikkette optimalisieren und grüner gestalten können, auch und gerade im Hinblick auf den Green Deal in 2030“, so der TransMatch-Geschäftsführer.

Die Modal Shift in Richtung von mehr Transport über die Wasserwege sein voll im Gange, so Albrecht abschließend: „Transporte über große Entfernungen und von großen Mengen von A nach B sind eigentlich ein ‚no brainer‘ über die Wasserstraßen, wenn auch mit Vor- und Nachtransport per Lastwagen. Wir wollen uns weiter in Richtung Zukunft entwickeln und wachsen, denn jeder LKW, der von der Straße geholt werden kann, ist ein Gewinn.“ 

Binnenschiffe am Albertkanal

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