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Modell des Einstein-Teleskops

Probebohrungen für das Einstein-Teleskop im belgisch-niederländischen Grenzgebiet

Ein Unternehmen aus der Schweiz hat mit Probebohrungen für einen möglichen Bau des Einstein-Teleskops in den Voeren in der flämischen Provinz Limburg begonnen. Hier werden insgesamt 4 Bohrungen vorgenommen - weitere 7 finden in der wallonischen Provinz Lüttich und in der Provinz Südlimburg in den benachbarten Niederlanden statt.

Andreas Kockartz
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„Wir bohren 250 Meter tief“, sagte Hans Plets vom Projektbüro Einstein Telescope kürzlich dazu gegenüber VRT NWS. Insgesamt, so Plets, werden 11 Bohrungen durchgeführt. Diese Bohrungen sollen Aufschluss darüber geben, ob der Boden für den Bau des hochsensiblen Teleskops geeignet ist.

„Diese Bohrungen sollen und ein gutes Bild des Untergrunds geben. Wir wollen wissen, wie die Bodenbeschaffenheit mit ihren verschiedenen Lagen aussieht. So können wir schauen, ob es möglich ist, um das Einstein-Teleskop hier im Untergrund bauen zu können“, so Plets. Die seit Anfang April laufenden Arbeiten werden 7 Wochen in Anspruch nehmen und die eigentlichen Bohrungen in den Voeren sind auf etwa 5 Wochen angesetzt.

(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter)

ANSEHEN

5,5 Mio. € zusätzlich aus der flämischen Landeskasse

Flanderns Landesminister für Innovation, Jo Brouns (CD&V), wohnte dem Start der Arbeiten in den Voeren bei und gab dabei bekannt, dass zusätzliche 5,5 Mio. € an Mitteln freigemacht werden, um das Dossier Einstein-Teleskop bei der Europäischen Union einzureichen.

„Wir bohren heute (3. April 2024, Red.) an der Zukunft. Das Einstein-Teleskop ist ein großes Projekt, das viele wissenschaftliche Untersuchungen erforderlich macht, doch dies wird einen unglaublichen Impakt auf unser Leben haben. Die Einsichten, die hier gewonnen werden, haben das Potential, um in zahlreichen Bereichen für innovative Anwendungen, wie z.B. in der medizinischen Bildgebung“, so Brouns dazu gegenüber VRT NWS.

Das Einstein-Teleskop soll das weltweit größte Labor zur Erforschung von Gravitationswellen überhaupt werden und gilt alleine deshalb bereits jetzt als internationales Referenzzentrum für die entsprechende Forschung und Wissenschaft.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Hans Pletz, Projektbüro Einstein Telescope

Sind die Voeren wirklich geeignet?

Neben den angelaufenen Probebohrungen führt das Projektbüro Einstein Telescope weitere Untersuchungen durch, um herauszufinden, ob die Voeren-Region wirklich der geeignete Standort für die Anlage ist. „Wir untersuchen auch auf dem Gebiet der Ingenieur-Technik, von Nachhaltigkeit und Logistik, Raumordnung und Finanzierung des gesamten Vorhabens. Wir hoffen, dass wir das in rund 2 Jahren fertig haben“, so Hans Plets.

Vertreter aus der Region Aachen und der Euregio Maas-Rhein haben übrigens in den vergangenen Tagen in Berlin die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im deutschen Bundestagvorgestellt, wie der belgische Rundfunk in deutscher Sprache, BRF, meldete. Dabei warben sie auch um Unterstützung für das Projekt des Einstein-Teleskops, mit dem Gravitationswellen gemessen werden sollen.

Neben der Euregio Maas-Rhein (die belgischen Provinzen Limburg und Lüttich, die Städte-Region Aachen in NRW und die niederländische Provinz Südlimburg) ist nicht der einzige Kandidat für das Einstein-Teleskop. Es liegt auch eine Bewerbung aus der italienischen Insel Sardinien vor. Ende 2026 beschließt die Europäische Union, wer den Zuschlag bekommt.

Voeren, beschauliche Landschaft, ruhige Gegend...

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