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Die Unternehmen im Antwerpener Hafen können Pakete mit Drohnen befördern lassen

Im Hafen von Antwerpen können Unternehmen ab sofort Pakete und Päckchen mit Drohnen transportieren lassen. Drohnen-Dienstleiste ADLC setzt fortan 2 unbemannte Fluggeräte ein, die Lieferungen mit einem Gewicht von bis zu 15 Kilogramm mitnehmen können. Dies spart gegenüber Transporten mit Lieferwagen Zeit und Geld und sorgt daneben auch für weniger CO2-Ausstoß. Der Chemiekonzern BASF hatte das System eine Zeit lang testen lassen - mit Erfolg. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der Chemiekonzern BASF in Antwerpen hatte eine Zeitlang die Zustellung von Produkten aus der chemischen bzw. der petrochemischen Industrie mit Drohnen zwischen den verschiedenen Bereichen im Hafen transportieren lassen. Dies sei zum einen zeitsparend und zum anderen besser für die Umwelt, hieß es schon damals dazu.

Das Pilotprojekt „Samplifly“, das vor ziemlich genau einem Jahr begann, war eine innovative Premiere in Europa, an der BASF, das Analyseunternehmen SGS und der Drohnen-Dienstleiste ADLC beteiligt sind. SGS testet am Hansadock für BASF an der Scheldelaan die Qualität der Rohstoffe, die zur Produktion nach Antwerpen gebracht werden.

Dieser Transport mit Drohnen bietet viele Vorteile, denn auf der Straße dauert es rund eine Stunde, bis die Proben geliefert sind. Drohnen brauchen lediglich knapp 10 Minuten für die Distanz, bei der auch die Schelde überquert werden muss.

Genehmigung erteilt

Drohnen-Dienstleiste ADLC hat nach den erfolgreichen Tests für BASF und SGS jetzt die Zustimmung erhalten, kommerzielle Flüge im Antwerpener Hafengebiet durchführen zu können. Das bedeutet, dass ab jetzt auch andere Unternehmen die Dienstleistungen von ADLC in Anspruch nehmen können. ADLC darf mit seinen Drohnen das gesamte Hafengebiet in Antwerpen überfliegen.

Derzeit können Lieferungen von bis zu 15 Kilogramm befördert werden, wie Marc Kegelaers von ADLC angibt, doch „wir sind nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden und können bei entsprechender Nachfrage auch mit größeren Drohnen arbeiten. Es gibt Drohnen, die bis zu 200 Kilogramm transportieren können. Dann werden wir in eine solche Anschaffung investieren. Allerdings müssen wir dazu eine Zulassung einholen.“ 

"Time is money"

Marc Kegelaers sagt dazu, dass im Hafen das Prinzip „time is money“ gilt: „Alles muss so schnell wie möglich passieren. Ein Schiff bringt kein Geld, wenn es am Kai liegt. Wir verhandeln derzeit auch mit Unternehmen, die Schiffe warten. Wenn das Unternehmen am rechten Scheldeufer liegt und eine Lieferung ist am linken Scheldeufer nötig, dann dauert es zu lange.“

„Man muss durch den Liefkenshoek-Tunnel fahren, wo man eine Maut zahlen muss. In Luftlinie ist das vielleicht nur ein Kilometer Entfernung und man ist viel schneller“, so Kegelaers weiter. Auch die Aus- und Zustellung von Dokumenten auf Papier läuft mit Drohnen schneller.  

Der Antwerpener Hafen entlang der Schelde ist ein riesiges Areal
BASF in Antwerpen

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