Das Europäische Parlament ehrt die deutsche Widerstandskämpferin Sophie Scholl mit ihrem Namen für eines seiner Gebäude. Roberta Metsola, die Vorsitzende des EU-Parlaments nannte Sophie Scholl bei der Bekanntgabe dieses Vorgangs eine Heldin.
Sophie Scholl wird Namensgeberin eines Gebäudes des EU-Parlaments in Brüssel
„Es ist eine Anerkennung dessen, was wir dieser europäischen Heldin schulden“, so Parlamentspräsidentin Metsola. Der neue Name für das EU-Gebäude in der belgischen Hauptstadt soll nicht nur an Sophie Scholls Widerstandskampf gegen die Nationalsozialisten in Deutschland erinnern, sondern sich auch inspirierend für zukünftige Generationen auswirken.
Sophie Scholl war im Dritten Reich als Mitglied der aus jungen Leuten bestehenden Münchener Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ zu einer Symbolfigur geworden. Die Studenten dieser Gruppe hatten mit Flugblättern und mit Graffitis vor dem NS-Regime gewarnt und sich gegen die Unterdrückung durch die Nazis gewehrt.
Sophie Scholl wurde im Februar 1943, nur wenige Tage nach ihrer Festnahme durch die Gestapo, hingerichtet.
Dieses Todesurteil steht bis in die heutige Zeit hinein als Symbol für Totalitarismus und für den Kampf gegen solche politischen Systeme. Auch dies will das EU-Parlament mit der Ehrung für die „Heldin“ Sophie Scholl so kurz vor der Europawahl unterstreichen.
Das Gebäude befindet sich in der Brüsseler Wiertz-Straße mit der Hausnummer 50. Die Initiative dazu kam von dem CSU-Europapolitiker Manfred Weber (Foto unten), aktuell Vorsitzender der Europäischen Volkspartei EVP. Auch Weber nannte Sophie Scholl und ihre Freunde aus der „Weißen Rose“ Helden: „Sie sind die wahren Helden unseres heutigen demokratischen Europas.“
