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Nationales Krisenzentrum in Belgien warnt vor Bedrohung für die Sekundarschulen - "Unglaubwürdig" nach einer Analyse

Das belgische Krisenzentrum warnte am frühen Donnerstagmorgen vor einer Bedrohungslage für die Sekundarschulen des Landes und rät zu erhöhter Wachsamkeit. In erster Linie richtete sich diese Warnung offenbar an die Sekundarschulen im frankophonen Landesteil, denn in den anderen Regionen laufen derzeit noch die Osterferien. Das Koordinationsorgan für Bedrohungsanalyse (OCAD) teilte nach einer Prüfung mit, dass die Bedrohung "nicht glaubwürdig" und "unwahrscheinlich" sei. 

Andreas Kockartz
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Laura Demullier, die Sprecherin des Nationalen Krisenzentrums, bestätigte am frühen Donnerstagmorgen entsprechende Meldungen gegenüber der Nachrichtenagentur Belga und unterstrich, dass diese Bedrohungslage grundsätzlich für alle Sekundarschulen in Belgien gilt.

In erster Linie scheint diese Bedrohung jedoch lediglich für den frankophonen Landesteil Belgiens zu gelten, denn in Flandern, im niederländischsprachigen Sekundarschulwesen in der Brüsseler Hauptstadt-Region und in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien sind noch Ferien.

Maßnahmen ergriffen

Beim Krisenzentrum heißt es, dass Maßnahmen gegen diese Bedrohung getroffen worden seien, doch wie diese aussehen, ist ebenso wenig bekannt, wie die Art der möglichen Bedrohung. Die Redaktion von Belga konnte weder beim Nationalen Krisenzentrum, noch bei der Bundespolizei Genaueres erfahren. VRT NWS erfuht lediglich, dass einige Schulen in verschiedenen Provinzen Drohungen bekommen haben. 

"Unglaubwürdig"

Gegenüber VRT NWS sagte Demullier am Donnerstagmorgen: „Es handelt sich um eine potentielle Drohung, die gegen verschiedene Sekundarschulen geäußert wurde.“ Das Krisenzentrum bittet darum, jede verdächtige Situation zu melden. Es stehe den betroffenen Sekundarschulen frei, wie sie auf diese Situation reagieren. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Schulen an diesem Donnerstag gar nicht erst zu öffnen.

OCAD, das Koordinationsorgan für Bedrohungsanalyse in Belgien, überprüfte diese Bedrohung und gab im Laufe des Vormittags bekannt, dass hier nichts dran sei: "Auf Basis der uns zur Verfügung stehenden Information, stellt das OCAD fest, dass die Droh-Email, die bei einigen Schulen eingegangen ist, nicht glaubwürdig ist. Das OCAD erachtet diese Bedrohung deshalb auch als unwahrscheinlich." 

Unklare Kommunikation

Die Terrorwarnstufe steht in Belgien nach wie vor auf Stufe 3 einer vierstufigen Skala, also auf „ernst“. Das bedeutet, dass Terrortaten „möglich und wahrscheinlich“ sind. Was an dieser Sache seltsam ist, ist die Tatsache, dass das Nationale Krisenzentrum normalerweise erst nach einer Analyse des OCAD kommuniziert. 

Hier aber wollte man offenbar einem seit Mittwoch kursierendenn Gerücht inklusive Desinformation in den sozialen Netzwerken vorbeugen, doch dies sorgte trotzdem für Besorgnis. Weder das OCAD, noch das Krisenzentrum wollen auf die Kommunikation dazu gegenüber VRT NWS weiter eingehen.  

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