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Die "Askoy II" mit den Gebrüdern Wittevrongel an Bord und Jacques Brel

Stapellauf für die "Askoy II", die restaurierte Segeljacht von Jacques Brel

Die „Askoy II“, die Segeljacht des weltberühmten belgischen Chansonsängers Jacques Brel (1929-1978), wurde seit 2015 im Hafen von Zeebrügge restauriert. Das Wrack der einst stolzen Jacht ist seit den 2010er Jahren wieder in Belgien und die Restaurierung ist jetzt in Zeebrügge abgerundet worden. Diese Woche konnte die „Askoy II“ endlich wieder zu Wasser gelassen werden. Inzwischen ist sie in Flandern in die Liste des nautischen Kulturerbes aufgenommen worden. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die beiden Brüder Staf und Piet Wittevrongel aus Blankenberge, frühere Freunde von Jacques Brel, hatten die „Askoy II“ vor einigen Jahren zurück nach Belgien bringen lassen. Davor rostete das Wrack jahrelang verlassen an einem Strand in Neuseeland vor sich hin. Dort war das Boot nach einem Sturm gestrandet.

Die beiden Brüder ließen die „Askoy II“ zunächst zur Schiffswerft „Nieuwe Scheldewerven“ in Rupelmonde bringen, doch die Werft musste Konkurs anmelden. 2015 kam ein Abkommen mit der Hafenbehörde des Seehafens von Zeebrügge zustande, nach dem die „Askoy II“ dort endgültig restauriert konnte.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

So sah das Wrack der "Askoy II" mal aus

"Jacques Brel ist oft bei uns zu Hause gewesen"

Die Brüder Wittevrongel planten einen Stapellauf für den 8. April 2022, dem Todestag des Chansonniers Jacques Brel. Doch dies musste aus technischen Gründen verschoben werden. Jetzt, am 9. April 2024, ist der neue Stapellauf der Jacht dann doch gelungen: „Jacques Brel ist oft bei uns zu Hause gewesen. Wir waren Segelmacher und hatten die Segel für die ‚Askoy II' hergestellt. Von daher unser Band mit dem Schiff.“  

Die beiden Brüder hatten von Anfang an die Absicht, dass Boot so zu restaurieren, dass es wieder fahrtüchtig wird: „Das war eine fast unmögliche Aufgabe, aber, wie sagte schon Jacques Brel? Man muss versuchen das Unmögliche möglich zu machen.“

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Die Restaurierung

Flanderns Landesminister für das Kulturerbe Matthias Diependaele (N-VA) nahm die Segeljacht 2023 in die Liste des nautischen Kulturerbes auf: „Das Schiff hat sowohl historischen, industriell-archäologischen als auch sozio-kulturellen Wert.“

In den 1960er Jahren war die „Askoy II“ die größte Segeljacht in Belgien. Entworfen und bauen lassen hatte sie damals der Architekt und Ingenieur Hugo Van Kuyck für sich selbst. Jacques Brel kaufte die Jacht 1974 und segelte damit in Richtung der Markiseninseln in Französisch-Polynesien. Dort entdeckte er die Insel Hiva Oa, wo er sich niederließ. Die „Askoy II“ hatte er im Jahr 1976 weiterverkauft, doch sie strandete letztendlich in Neuseeland, wo sie 2010 geborgen und nach Belgien gebracht wurde.

Das Unmögliche wahrgemacht...

Offiziell wird die Segeljacht am 4. Mai eingeweiht und dann soll Familie von Jacques Brel dabei sein. Die „Askoy II“ bekommt im Hafen von Zeebrügge einen festen Liegeplatz: „Wir haben einige Aktivitäten geplant. Wir nehmen an den Hafenfesten von Blankenberge teil und an ‚Ostende vor Anker‘. Und vielleicht fahren wir wieder zu den Markiseninseln, wer weiß. Brel würde sagen, ‚das Unmögliche ist wahrgemacht‘.“ 

Es war ein langer Weg bis zum Gelingen des Stapellaufs der "Askoy II"

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