Der belgische Monarch König Philippe war am Mittwochmittag zu Gast im Europäischen Parlament in Brüssel. Er folgte damit einer Einladung der Parlamentsvorsitzenden Roberta Metsola (Foto). König Philippe war erst der zweite belgische Monarch, der das EP besuchte und dort eine Rede hielt.
Seltener Gast: König Philippe besuchte das Europäische Parlament
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, sprach der belgische Monarch im Rahmen der Plenarversammlung auch vor den EU-Abgeordneten. König Philippe ist nach seinem Onkel, König Baudouin im Jahr 1987, erst der zweite belgische Monarch, der vor dem EP sprechen konnte.
In diesen Zeiten von bewaffneten Konflikten auch in Europa hält König Philippe Hoffnung und Solidarität für wichtige Punkte. Seine Ansprache stand nicht zuletzt auch in Zusammenhang mit dem aktuellen belgischen EU-Ratsvorsitz: „Wir führen den Auftrag als Ratsvorsitzender im Zeichen der Hoffnung. In diesen Zeiten von Krieg, Unsicherheit und gesellschaftliche Unbehagen haben Europa und die Welt Hoffnung bitternötig. Hoffnung ist kein Traum. Sie ist auf Fakten aufgebaut.“
Das Band mit Europa fühle ich persönlich auch stark. Nicht nur als Staatsoberhaupt, sondern auch als Mensch. Der Stammbaum meiner Familie zeugt von einer Kreuzbestäubung zwischen europäischen Nationen“
König Philippe im Europaparlament
Hoffnung sei die Überzeugung, dass wir etwas Besseres, etwas Höheres erreichen können, so der belgische Monarch gegenüber den Europaabgeordneten: „Es wird oft über eine Uneinigkeit innerhalb der Union geredet. Doch besonders in unserer Unterstützung für die Ukraine zeigen wir, dass wir einstimmige kräftige Beschlüsse fällen können. Der Kampf in der Ukraine ist unser Kampf. Es geht hier um die Verteidigung unserer Sicherheit und unserer Wert. Wir fühlen uns auch bedroht.“
Das Band zwischen der EU und der Ukraine sei ein deutliches Zeichen: „Das Band mit Europa fühle ich persönlich auch stark. Nicht nur als Staatsoberhaupt, sondern auch als Mensch. Der Stammbaum meiner Familie zeugt von einer Kreuzbestäubung zwischen europäischen Nationen. Für alle Europäer gilt, dass das bunte Erbe unserer Vorfahren und die Erfahrungen, die wir im Laufe der Zeit machen, uns zu dem Machen, der wir sind.“
