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In der Nordsee befinden sich viele kritische Infrastrukturen wie Pipelines, Stromkabel und Datenkabel

Gemeinsamer Schutz: Ein Sicherheitspakt für kritische Infrastrukturen in der Nordsee

Fünf Nordsee-Anrainerstaaten schließen sich der belgischen Initiative für einen Sicherheitspakt für die Energie- und Telekommunikationsinfrastruktur in diesem Meeresabschnitt an, wie das Büro des belgischen Nordseeministers Paul Van Tigchelt am Dienstag mitteilte. "Es ist entscheidend, einen starken Schutz dieser kritischen Infrastruktur vor Spionage und Sabotage zu haben", so das Ministerbüro.

Belga
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Belgien und fünf weitere Nordsee-Anrainerstaaten haben sich darauf geeinigt, beim Schutz der Infrastruktur sowohl auf dem Meer als auch unter Wasser zusammenzuarbeiten. So soll der Austausch von Informationen ermöglicht werden, um unter anderem russische Angriffe abwehren zu können.

Die Vereinbarung wurde von Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Norwegen unterzeichnet, wie Minister Van Tigchelt (Open VLD, flämische Liberale) mitteilte.

Das angestrebte Ziel ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen diesen Anrainerstaaten, um die Sicherheit der kritischen Infrastruktur, die in diesem Gebiet installiert ist, zu erhöhen. Dort sind zum Beispiel Tausende Kilometer Datenkabel verlegt, die wichtige Bindeglieder für die weltweiten Internetverbindungen sind.

"In der Nordsee befinden sich viele kritische Infrastrukturen wie Pipelines, Stromkabel und Datenkabel. Eine Sabotage könnte unsere Energieversorgung, unsere Internetverbindung oder unsere Bankgeschäfte sehr ernsthaft stören. Diese Bedrohung ist real, wir dürfen nicht naiv sein", sagt Minister Van Tigchelt (Foto), der für die Nordsee und das Justizressort zuständig ist. Daher wurde der Sicherheitspakt zwischen den sechs Ländern geschlossen, "um uns besser gegen diese Möglichkeit zu wappnen".

"Mit diesen Ländern entscheiden wir uns für einen einheitlichen Ansatz zur Sicherung der kritischen Infrastrukturen in der Nordsee", so der Minister weiter. Belgien wird außerdem eine sichere Plattform für den Informationsaustausch zwischen diesen Ländern entwickeln, insbesondere über Schiffe, Bewegungen und verdächtige Vorfälle in der Nordsee.

Diese Plattform, die den Namen NorthSeal trägt, wird vom belgischen Dienst für sichere Kommunikation, Belgian Secure Communications (BSC), eingerichtet. Belgien stellt eine Million Euro für die Entwicklung dieses neuen Instruments zur Verfügung, so Van Tigchelt.

Das Thema war nicht zuletzt durch die Explosionen der Gaspipelines Nord-Stream 1 und 2 im September 2022 in der Ostsee in den Vordergrund gerückt. Der Verursacher ist bisher nicht ermittelt. Russland und der Westen geben sich gegenseitig die Schuld.

Minister Van Tigchelt (Open VLD, flämische Liberale)

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