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Nach dem Überfall auf den Delhaize-Supermarkt in Overijde/Flämisch-Brabant im September 1985
Inland
Justiz

Die Ermittlungen zu den Killern von Brabant können nicht mehr verjähren

Fortan gibt es in Sachen Ermittlungen gegen die Killerbande von Brabant, die in den 1980er Jahren bei brutalen bewaffneten Überfällen dutzende Menschen erschossen hatte, keine Deadline mehr. Kurz vor den Wahlen (am 9. Juni 2024) haben die Abgeordneten der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament einer entsprechenden Gesetzesanpassung zugestimmt, wie die flämische Tageszeitung De Standaard schreibt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ende letzter Woche haben die Abgeordneten in der Kammer einigen Gesetzesanpassungen im Bereich der Verbrechensbekämpfung zugestimmt. Ins Auge fällt dabei eine Regelung, nach der bestimmte Mordfälle nicht mehr verjähren können.

Solche Möglichkeiten bestanden bisher lediglich bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit, bei Völkermord und bei Morden im Rahmen von sexuellen Verbrechen gegen Minderjährige. Doch jetzt gilt dies auch für Mode bzw. für Raubmorde, deren Fakten deutliche Auswirkungen auf die Gesellschaft hatten oder haben. Und darunter fallen die Taten der Killer von Brabant ganz gewiss, denn sie sorgten jahrelang für Angst und Schrecken in unserem Land.

Diese Gesetzesanpassungen erfolgten auf Initiative von Bundesjustizminister Paul Van Tigchelt und dessen Amtsvorgänger Vincent Van Quickenborne (beide Open VLD). Explizit richtet sich dieser Vorgang gegen die Verjährung der Tagen der Killerbande von Brabant, so De Standaard. 

Die Killerbande von Brabant

Die Killer von Brabant säten in den Jahren 1982, 1983 und 1985 mit einer ganzen Reihe von schweren gewalttätigen Einbrüchen, Überfällen auf u.a. Supermärkte (meist Delhaize-Märkte) und Morden Terror über das ganze Land. Dabei kamen 28 Menschen ums Leben und 40 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Bis heute ist dieser Fall nicht aufgeklärt. Es gibt weder klare Hinweise auf die Täter an sich, noch auf eventuelle Hintermänner.

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