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Vertreter der belgischen Regierung nahmen an den Gedenkfeiern zum Völkermord in Ruanda teil

Belgiens Außenministerin Hadja Lahbib (MR) und Bundesverteidigungsministerin Ludivine Dedonder (PS) haben in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, an den Gedenkfeiern zum 30. Jahrestag des Völkermords in der früheren belgischen Kolonie teilgenommen. Damals kamen in nur wenigen Wochen rund 800.000 Menschen bei ethnischen Säuberungen ums Leben.

Andreas Kockartz
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Von fanatischen Politikern und Stammesfürsten aufgehetzte Mitglieder des Hutu-Volkes in Ruanda brachten damals Mitglieder des Tutsi-Stammes und gemäßigte Hutus ums Leben. Während diesen Kämpfen wurden auch 10 belgische Blauhelmsoldaten ermordet.

Außenministerin Lahbib und Verteidigungsministerin Dedonder riefen bei ihren Ansprachen in Kigali vor allem die jungen Menschen in Ruanda dazu auf, sich für die Menschenrechte zu engagieren und sich für Toleranz einzusetzen.

Prominente Teilnehmer

An der Gedenkfeier in der Hauptstadt Ruandas nahmen auch 30 Studierende aus Belgien, der belgische EU-Ratsvorsitzende Charles Michel, der frühere französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton teil.

Ruandas Präsident Paul Kagame (Video unten) bedankte sich bei Belgien und bei anderen Ländern für die Auslieferung von an den Massakern damals teilnehmenden Soldaten und Politikern an die Justiz seines Landes. Aber, er sparte auch nicht mit Kritik: „Die internationale Gemeinschaft ließ uns damals im Stich, aus Verachtung oder aus Feigheit.“    

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Erinnerungsplakette für die ermordeten belgischen Soldaten in Kigali

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