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Wahlen ’24: VRT NWS führt mit anderen Redaktionen einen Fact-Check-Marathon zum Superwahljahr durch

Unsere VRT NWS-Redaktion, die Nachrichtenredaktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks des belgischen Bundeslandes Flandern, VRT, wird im Vorfeld der Parlaments-, Regional- und Europawahlen am 9. Juni gemeinsam mit anderen flämischen, frankophonen und niederländischen Redaktionen einen Fact-Check-Marathon durchführen. Ab dem 27. Mai bis zum Wahltag sollen täglich Meldungen überprüft und Fakten gescheckt werden. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

8 von 10 Flamen halten Desinformation, falsche und fehlleitende Meldungen und Fakenews für ein Problem. Immer mehr Menschen hegen inzwischen auch Zweifel am Wahrheitsgehalt von Meldungen und Nachrichten, sowohl online, als auch in den Printmedien oder in Radio und Fernsehen. Das World Economic Forum hält Desinformation, nicht durch Künstliche Intelligenz, kurzfristig für die größte Bedrohung der Demokratie.

Damit warnt das Forum nicht zuletzt auch vor dem Impakt von Fake News im Wahljahr 2024, denn am 9. Juni finden die Europawahlen statt. Aus diesem Grunde bündeln zahlreiche Redaktionen ihre Kräfte für den allerersten Fact-Check-Marathon in den sogenannten „Niederen Landen“ Belgien und Niederlande.

Breitgefächertes Redaktionsnetzwerk gegen Desinformation

Ab dem 27. Mai fallen zwischen den verschiedensten flämischen, wallonischen, Brüsseler und niederländischen Redaktionen von VRT NWS, Knack, Factcheck.Vlaanderen, deCheckers.be, RTBF, Algemeen Dagblad, dem Rechercheprogramm Pointer (KRO/NCRV) und von Nieuwscheckers alle Barrieren.

Während dieses Marathons werden Journalisten aus all diesen Redaktionen und Medien in einem gemeinsamen Newsroom in unserem Hause, dem Funkhaus der VRT, zusammenarbeiten. Ziel ist, mindestes zwei Fact-Checks pro Tag über Text, Video und Audio zu veröffentlichen. Das betrifft Wahlprogramme und Wahlversprechungen von Politikern, Zahlenmaterial von Kandidaten und Bilder sowie Nachrichten, die in den sozialen Medien die Runde machen. All das wird genau unter die Lupe genommen.

Zwei Wochen lang Analyse mit gebündelten Kräften

„Jeden Tag werden wir mit einem Team von rund 20 Journalisten Aussagen unserer Politiker und von Aktionsgruppen analysieren“, sagt Luc van Brakel, Chefredakteur der VRT NWS-Check-Redaktion. Dabei werden Aussagen auseinandergenommen, die Politiker oder Kandidaten im Radio oder im Fernsehen äußern oder die sie über die sozialen Medien verbreiten. Und die Analysen dieser Aussagen veröffentlicht das Fact-Check-Marathon-Team ebenfalls über diese Medienkanäle.

Analysiert werden Themen, die im Wahlkampf für die Regionalparlamente, das belgische Bundesparlament und das EU-Parlament relevant sind. Das können Kaufkraft und Sicherheit sein, Migration und Klima oder auch die geopolitischen Konflikte, die inzwischen auch Europa erreicht haben.

Inspiration aus den Niederlanden

Der Fact-Check-Marathon ist in den Niederlanden bereits dreimal durchgeführt worden und auf Basis der entsprechenden Erfahrungen wird er jetzt, wie hier beschrieben, auch bei uns laufen.

Alle Bürger können Aussagen oder Meldungen zu dieser Redaktion schicken, um sie factchecken zu lassen. Flamen können dies über die VRT NWS-Webseite oder über die Social Media-Kanäle von deCheckers.be tun. Alle durchgeführten Checks erscheinen danach auf VRT NWS (App und Webseite), in den entsprechenden sozialen Medien und in den Wahlprogrammen im Radio und im Fernsehen.  

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