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Der INBO-Jobstudent wird keine bleibenden Folgen davontragen (Archivfoto zur Illustration)

Jobstudent einer flämischen Naturschutzbehörde von einem Bauern mit einem unbekannten Produkt besprüht

In Borgloon in der flämischen Provinz Limburg ist ein studentischer Mitarbeiter des Landesinstituts für Natur- und Waldforschung (INBO) Opfer eines besonderen Falles von Aggressivität geworden. Während er mit einer Vogelzählung beschäftigt war, wurde er von einem Bauern, der mit einem Traktor unterwegs war, mit einem unbekannten Mittel besprüht. Bei INBO vermutet man, dass es sich dabei um ein Pestizid handelte. Die Behörde rief die Polizei auf den Plan und erstattete Anzeige.

Andreas Kockartz
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Nach Angaben des Landesinstituts für Natur- und Waldforschung (INBO) ist der junge Mann medizinisch untersucht worden und glücklicherweise wurden keine gesundheitsschädlichen Folgen festgestellt. Trotzdem fühlt sich die Behörde angegriffen. wie INBO-Sprecher Koen Van Muylem gegenüber VRT NWS zu diesem bereits am vergangenen Dienstag stattgefundenen Vorfall sagt:

„So etwas darf nicht sein. Darum haben wir bei der Polizei Anzeige erstattet. Wir wollen gleichzeitig allen, die sich für uns einsetzen deutlich machen, dass wir in solchen Fällen für sie eintreten. Wir gehen aber davon aus, dass dies ein Einzelfall bleiben wird“, sagte INBO-Sprecher Koen Van Muylem gegenüber VRT NWS zu diesem bereits am vergangenen Dienstag stattgefundenen Vorfall.

Van Muylem legt Wert auf die Feststellung, dass auch sein Institut Verständnis dafür hat, dass die Landwirt derzeit unzufrieden und frustriert sind, doch dies will nicht sagen, dass der Vorfall vom vergangenen Dienstag akzeptabel sei: „Es ist immer Dialog möglich. Man kann ruhig auf unsere Leute zugehen und sie fragen, was die gerade da machen. Frustration führt aber zu emotionalen Handlungen, die nicht zu akzeptieren sind.“

Naturschützer sind auch in Flandern oft Opfer von Angriffen

Laut INBO handelt es sich hier um einen Einzelfall mit körperlicher Aggressivität, doch „unsere Leute und auch Mitarbeiter und Ehrenamtliche von anderen Organisationen bekommen öfter mit Aggression zu tun, doch sind ist meistens verbale Angriffe.“ Die INBO-Mitarbeiter sind sogar darauf trainiert, um korrekt mit solchen Situationen fertig zu werden, so Van Myulem, „doch dieser Fall geht einen Schritt zu weit.“

Beim flämischen Institut für Natur- und Waldforschung halten sich alle Mitarbeiter an einen strikten ethischen Kodex und sogar die jungen Leute, die beim INBO einen Studentenjob haben, wissen, was sie wann sagen dürfen oder müssen „und sie können sich mit einem Dokument identifizieren.“

Der Student arbeitete an einem Projekt für die Landwirtschaft

Ironischerweise arbeitete der in Borgloon von einem Bauern mit einem chemischen Produkt angegriffene junge Mann an einem Projekt, bei dem es um eine aktive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft geht: „Wir wollen die Bauern über die Vogelarten, die hier vorkommen und die wir observieren informieren. Nur so können wir einen konstruktiven Zukunftsplan für die Landwirtschaft und den Naturschutz aufstellen.“

Es gab wohl kein einziges Signal vor ab, dass es zu einem Konflikt in diesem Zusammenhang kommen werde. Es ist also nicht nur in Borgloon wichtig, dass das Landesinstituts für Natur- und Waldforschung unabhängig seine Arbeit tun kann. „Wir müssen dort zählen können, wo es nötig ist. Die Locations werden statistisch bestimmt, um zu Resultaten zu kommen, die auf ganz Flandern anwendbar sind“, so INBO-Sprecher Koen Van Muylem zu dem Vorfall gegenüber VRT NWS. 

Die Landwirte protestieren auch im belgischen Bundesland Flandern gegen einen zu hohen Verwaltungs- und Vorschriftendruck, für bessere Preise für ihre Erzeugnisse, für bleibende bzw. steigende Zuschüsse und gegen zu viel Landschafts- und Naturschutz auf ihren Ertragsflächen. 

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