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Innovation und KI sind wichtig für die Erneuerung des Gesundheitswesens auch in Flandern

Innovation wird nicht selten als wichtigster Schlüssel für das Verbessern unseres Gesundheitswesens angesehen, auch im belgischen Bundesland Flandern. Auch die EU setzt in dieser Hinsicht über das „Horizon Europe Programma“ auf neue Technologien, wie Künstliche Intelligenz (KI). Einer der Pfeiler hiervon sind europäische Partnerschaften, auch und gerade mit öffentlich-rechtlichen und privatwirtschaftlichen Mitspielern. Das VLAIO in Flandern ist hier ein wichtiger Partner in einer solchen Initiative

Andreas Kockartz
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Gemeinsame grenzüberschreitende Projekte und sogenannte „Private-Public-Partnerships“ sollen sich auf das Lösen von gesellschaftlichen Herausforderungen konzentrieren, wozu das Gesundheitswesen zählt. Genau dies hat das erst kürzlich ins Leben gerufene europäische Partnerschaftsprojekt „Transforming Healt and Care System“ vor.

Ziel ist einerseits eine Kooperation zwischen Nutzern, Mitspielern im Pflege- und Gesundheitswesen, Unternehmen, Facheinrichtungen und Kompetenzzentren und öffentlichen Behörden und andererseits das Streben nach einem nachhaltigeren, effektiveren, widerstandsfähigerem und inklusiveren Umbau des Gesundheitswesens im Allgemeinen. 

64 Organisationen aus 26 Ländern

Dazu sagte Lieve Apers, von der flämischen Landesagentur für Innovation und Unternehmertum (VLAIO) gegenüber Media Planet, einer Wochenendbeilage der flämischen Tageszeitung De Morgen, dass dies ein breitgefächertes Unterfangen ist: „64 Organisationen aus 26 Ländern ergreifen Initiativen, um Forschungs- und Innovationsaktionen zu koordinieren, um Digitalisierung zu vereinfachen und um innovative Lösungen im Hinblick auf die Transformation des Gesundheitssektors zu fördern.“

Carine Boonen, Heath Care-Expertin in Flandern, ergänzt hier: “Weil Unternehmen eine entscheidende Rolle bei der Modernisierung und der zukunftsfähigen Gestaltung des Gesundheitssektors spielen, ist VLAIO ein Partner dieser Initiative.“ 

Künstliche Intelligenz und Datenanalyse

Innovation bedeute mehr als nur das Einführen von neuen Technologien, heißt es weiter dazu. Es gehe darum, Systeme abzuchecken und, wenn nötig, diese so umzugestalten, dass sie bessere Resultate erzielen.

Natürlich seien Investitionen in fortgeschrittene Diagnoseauffassungen oder neue Behandlungsmethoden von vitaler Wichtigkeit, so Apers und Boonen, doch „Künstliche Intelligenz und Datenanalyse können dabei helfen, Krankheiten früher aufzuspüren, Behandlungen auf Maß anzubieten und Resultate zu verbessern.“

Nachdruck auf eine präventive und personalisierte Herangehensweise fördere nicht nur die Gesundheit, „sondern verbessert auch die Effizienz des gesamten Ökosystems.“ 

Pflegesystem der Zukunft?

Nachhaltige Innovation erfordere ein breiteres Denken statt lediglich neue Technologien einzuführen, so die beiden Gesundheits- und Wirtschaftsfachfrauen gegenüber Media Planet: „Wir müssen der Frage nachgehen, ob eine bestimmte Innovation zum Rahmen der Wertekette der Gesundheit, der entsprechenden Organisation und der jeweiligen Strategien passt.“

Eine überkuppelnde Herangehensweise, bei der Forschung und Entwicklung, Politik und Bildung, Finanzen und Pflege sowie Unternehmertum nahtlos zusammenkommen, sei durchaus im Sinne nachhaltiger und effizienter Resultate.

Dies könne auch mal eine vollständige Umstrukturierung bestehender Systeme bedeuten: „Das impliziert auch das Entwickeln von neuem Wissen und Fähigkeiten, das Schaffen von zukunftsgerichteten Berufsprofilen und das Anpassen von Ausbildungsläufen an die neuen Bedürfnissen.“ In dem man zusammenarbeite, so Carina Boonen und Lieve Apers, könne man ein Gesundheitssystem schaffen, „das nicht nur dem die beste Pflege bietet, der sie braucht, sondern das auch fähig ist, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.“ 

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