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Europol warnt vor über 800 kriminellen Organisationen, die Europa gefährlich werden können - über 100 in Belgien aktiv

Die europäische Polizeibehörde Europol hat zum ersten Mal Daten zur organisierten Kriminalität aus allen 27 EU-Mitgliedsstaaten analysiert und ein dahingehendes Dokument zusammengefasst. Demnach sorgen in der Union über 800 kriminelle Vereinigungen für Probleme. Rund 100 davon sind in Belgien aktiv, wie Europol-Chefin Catherine De Bolle, eine Belgierin, angibt.

Andreas Kockartz
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Die belgische Europol-Leiterin stellte diese Analyse am Freitag in Brüssel vor: „Es handelt sich um etwa 25.000 Kriminelle, die sich unter anderem mit Betrug, Menschenschmuggel und vor allem Drogenhandel beschäftigen.“

Damit wird viel Geld verdient und die Organisationen nutzen legale Unternehmen, um dieses Geld weiß zu waschen, so Bolle. „Sie tun das, in dem sie zum Beispiel in den Immobilienhandel investieren oder in die Bauwirtschaft und in die Gastronomie, also eigentlich in das cash-intensive Business.“

Jetzt erhalten alle EU-Mitgliedsländer bzw. deren Justiz- und Polizeibehörden Zugang zu diesen Informationen über kriminelle Netzwerke, die in ihren Regionen aktiv sind, so die Europol-Leiterin: „Diese Daten teilen wir und sorgen damit gemeinsam für ein sichereres Europa.“  

Neben Europol-Chefin Catherine De Bolle nahmen auch Belgiens Justizminister Paul Van Tigchelt (Open VLD) und Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) an der Vorstellung der Datenbank teil. 

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