Der Antwerpener Bürgermeister Bart De Wever von der rechtskonservativen nationalistischen N-VA erlaubt seiner Polizei, im Bahnhofsviertel systematische Ausweiskontrollen bei Jugendlichen durchzuführen. Mit dieser Maßnahme will De Wever den zunehmenden Ärger mit Gruppen junger Leute vermeiden, die in diesem Bezirk Unruhe stiften und Passanten belästigen. Die Maßnahme gilt bis Ende Mai.
Bürgermeister De Wever (N-VA) erlaubt systematische Ausweiskontrollen bei Jugendlichen im Antwerpener Bahnhofsviertel
Während der Osterferien im vergangenen Jahr hatte die Polizei zahlreiche Anrufe über Vorfälle in der De Keyserlei und dem Opernplatz erhalten. Dort schüchterten Jugendliche Geschäftsleute und ihre Kundschaft ein und bedrohten Obdachlose. Um eine Wiederholung solcher Vorfälle zu vermeiden, hat Bürgermeister De Wever seiner Polizei die Erlaubnis erteilt, Jugendliche im Bahnhofsbezirk systematisch nach dem Ausweis zu fragen.
Harter Kern von 20 Leuten
Laut De Wever handelt es sich oft um Minderjährige, die auch aus der weiteren Umgebung von Antwerpen kommen. „Ein harter Kern von rund 20 Jugendlichen, die meisten aktenkundig, stören die öffentliche Ordnung und terrorisieren die Umgebung“, erläutert der Bürgermeister. Nicht nur systematische Ausweiskontrollen sollen die Unruhestifter abschrecken: „Die Polizei darf auch störende Zusammenkünfte sofort beenden.“
Die Maßnahme gilt bis Ende Mai im gesamten Bahnhofsviertel sowie unter anderem auf der Meir, dem Opernplatz, der Keyserlei, dem Rooseveltplaats und dem Astridplein.
