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Tödlicher Unfall am Bahnübergang: Jugendlicher Radfahrer überquert die Gleise bei geschlossener Schranke

In Wezemaal bei Rotselaar in der Provinz Flämisch-Brabant ist am Dienstagabend ein minderjähriger Fahrradfahrer ums Leben gekommen. Der Jugendliche hatte den Bahnübergang des Orts trotz geschlossener Schranken überquert und war von einem Zug erfasst worden. Der Zugverkehr war zwischen Löwen und Aarschot stundenlang blockiert.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Bei Bahninfrastruktur-Dienstleister Infrabel ging am Dienstagabend gegen 20 Uhr 30 die Meldung ein, dass es am Bahnübergang an der Langestraat in Wezemaal einen tödlichen Unfall mit einem Zug und einem jugendlichen Radfahrer gegeben habe.

„Die Schranken am Bahnübergang waren gesenkt und die Warnlichter standen auf Rot, weil ein Zug herannahte“, so Infrabel-Sprecher Thomas Baeken. Infrabel ruft in diesem Zusammenhang einmal mehr dazu auf, niemals einen geschlossenen Bahnübergang zu überqueren. Trotz deutlicher Info- und Sensibilisierungskampagnen von Infrabel und der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB kommt es immer wieder zu solchen Unfällen.

Keine Hilfe mehr möglich

Laut der Staatsanwaltschaft von Löwen handelt es sich hier tatsächlich um einen Unfall, denn offensichtlich ignorierte der junge Fahrradfahrer die Schranken, die roten Warnlichter und den Signalton am Bahnübergang. Der Jugendliche war sofort tot. Die herbeigeilten Hilfsdienste konnten nichts mehr tun.

Der Zugverkehr zwischen Löwen und Aarschot war die ganze Nacht lang blockiert und die meisten Züge, z.B. viele Güterzüge, wurden umgeleitet. Für den Nahverkehr gab es Schienenersatzverkehr mit Bussen. Seit den frühen Morgenstunden läuft der Bahnverkehr dort aber wieder normal.   

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