In der ersten Aprilwoche beginnt in Oostduinkerke an der belgischen Nordseeküste traditionell die Saison der Garnelenfischer mit ihren Pferden. Am Ostermontag zog die Saisoneröffnung viele Touristen an, doch der Fang war sehr klein - wie schon seit einigen Jahren.
Die Pferdefischer von Oostduinkerke: Saisoneröffnung für den Garnelenfang
Am Ostermontag fanden sich zahlreiche Touristen am Strand von Oostduinkerke ein, um die ersten Pferdefischer zu beobachten, die sich zum Garnelenfang aufmachten. Nicht nur bei Touristen ist dieses jahrhundertealte Handwerk beliebt, sondern auch bei den Menschen aus der Umgebung der Küstenortschaft.
Zum ersten Mal nach einem langen Winter holten die Garnelenfischer ihre dicken Brabanter Pferde aus dem Stall und zogen ihre gelben „Ostfriedennerze“ an. „Das erste Mal ist immer wieder schön“, so Fischer Johan Casier: „Vor allem mit all den Leuten, die zuschauen kommen, ist das immer wieder ein Erlebnis.“
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Dass diese typisch flämische Tradition eine tolle Sache ist, findet auch die Weltkulturerbe-Organisation der UNESCO, die die Garnelenfischer mit ihren Pferden vor 10 Jahren in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufnahmen. Diese außergewöhnliche Verbindung von verschiedenen Naturelementen sorgt dafür, dass man sich das unbedingt mal anschauen sollte.
Aber, es gibt einen Wehrmutstropfen, der diese Tradition so langsam in Bedrängnis bringt. Die Pferdefischer finden Jahr für Jahr weniger Garnelen vor der Küste von Oostduinkerke.
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Johan Casier berichtete von einem mageren Fang: „Wir sind 45 Minuten lang ausgeritten, doch man kann die gefangenen Garnelen einfach pro Kopf zählen. Das ist jetzt schon seit einigen Jahren so. Wir haben dafür keine Erklärung…“
Inzwischen werden die Garnelen, die vor der belgischen Nordseeküste gefangen werden, immer teurer. Durch die rückläufige Zahl der frischen Garnelen kostet ein Kilogramm geschälte Garnelen heute zwischen 80 und 100 €: „Das wird nicht besser. Eigentlich lohnt sich das Fischen für uns nicht mehr, doch wir machen trotzdem weiter.“
