Die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn testet in Gent das Auffüllen von Tramgleisen, um Unfällen mit Radfahrern vorzubeugen. Schätzungen zufolge kommt es alleine in Gent pro Jahr zu rund 500 Stürzen, weil sich Fahrräder in den Schienen der Straßenbahn festfahren oder verfangen. Noch im vergangenen Jahr war ein Radfahrer nach einem schweren Sturz auf den Tramgleisen gestorben.
Test in Gent: Befüllte Tramgleise sollen Unfälle mit Radfahrern vermeiden
Bei dem Testprojekt von De Lijn in Gent werden an verschiedenen Stellen in der Innenstadt bzw. an neuralgischen Punkten die Tramschienen zur Hälfte mit einer beweglichen Masse befüllt. So sollen sich die Fahrradräder dort nicht mehr verheddern können.
Gents Mobilitätsschöffe Filip Watteeuw (Groen) sieht diesen Test positiv, wie er gegenüber VRT NWS andeutete: „Die Tests wurden schon vorher an einem Stellplatz von De Lijn durchgeführt, also schon vor dem Versuch im öffentlichen Netz. Wenn sich die Resultate als so gut erweisen, wie bei diesem Versuch, wird die Stadt darum bitten, diese Füllungen auf das gesamte Netz auszuweiten.“
Einen Monat lang getestet
Nach den ersten Versuchen im Depot Gentbrugge gemeinsam mit der Genter Uni (UGent), die rund einen Monat lang liefen, sind jetzt Tramgleise an zwei Stellen in der Innenstadt verfüllt worden, am Duivelsteen und in der Cataloniëstraat.
Die Füllung ist nicht wirklich zu sehen, doch die Stellen sind mit grüner Farbe markiert. De Lijn will diese Tests nach einigen Wochen selbst analysieren und danach selbst entscheiden, ob das System ausgeweitet wird.
