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Noch nie nahmen so viele Menschen in Flandern an Niederländischkursen teil

Im vergangenen Jahr haben sich fast 78.000 Personen in Flandern zu einem Niederländischkurs angemeldet. Noch nie zuvor haben sich so viele Einwanderer und Ausländer zu einem Unterricht zum Erlernen der Landessprache im belgischen Bundesland Flandern angemeldet. 

Andreas Kockartz
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Niederländisch als zweite Sprache ist in Flandern nicht zuletzt Teil des Einwanderungs- und Integrationsverfahren. Für Einwanderer aus Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören, ist das Erlernen der Landes- und Amtssprache Pflicht. Für Arbeitsmigranten, EU-Bürger und für ukrainische Kriegsflüchtlinge gilt diese Verpflichtung nicht. Doch rund die Hälfte dieser Gruppe in Flandern nimmt an Integrations- und Sprachkursen teil.

Von den knapp 78.000 Kursteilnehmern im vergangenen Jahr belegten etwa 12.000 Personen einen solchen verpflichteten Niederländischkurs. Daneben folgten auch rund 25.000 Neuankömmlinge einen solchen Sprachunterricht. „Ein Beweis dafür, dass das Klischee von anderssprachigen Flamen, die kein Niederländisch lernen wollen, so langsam in den Mülleimer wandern kann“, so Jo De Ro, der Direktor der flämischen Landesagentur für Integration und Einwanderung.

„Sie wollen ihre Kollegen am Arbeitsplatz besser verstehen, den Schularbeiten ihrer Kinder besser folgen können, sich mit ihren Nachbarn unterhalten und echte Bürger in Flandern werden,“ so De Ro zu den Motivationen der Kursteilnehmer. Die meisten Einwanderer in Flandern scheinen inzwischen begriffen zu haben, so der Direktor, dass Niederländisch in Flandern die wichtigste Basis für Integration und Einbürgerung ist. 

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