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'Al met der tyd" von Pei-Hsuan Wang in De Haan Foto : Westtoer - Ann-Sophie Deldycke

Kunst im öffentlichen Raum: Triennale Beaufort wird zum 8. Mal an der Küste ausgerollt

Alle drei Jahre wird das Kunstfestival Beaufort entlang der gesamten belgischen Küste ausgerollt. Die Skulpturen und Installationen gehören mittlerweile zu den beliebten Etappen einer Küstenwanderung für zigtausende Kunstinteressierte, Küstenurlauber und Einheimische. Von den 18 neuen Werken werden acht auch nach dem Ablauf von Beaufort stehen bleiben.  

Martina Luxen
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Von West nach Ost, von den Feuchtgebieten an der französischen Grenze bis nach Heist an der niederländischen Grenze: Man braucht mehr als einen Tag, um von Kunstwerk zu Kunstwerk zu wandern oder zu radeln. Aber keine Sorge, Beaufort läuft nicht weg, sondern dauert noch bis zum 3. November. Die Suche führt nicht nur an den Strand, sondern auch zu weniger bekannten und unentdeckten Orten an der Küste und im Hinterland.

Ausgestellt sind 18 neue Kunstwerke oder Kunstinstallationen von in- und ausländischen Künstlern. Mit Ausnahme von Bredene nehmen alle Küstengemeinden daran teil.  

'Alle Worte der Welt' von Jorge Macchi in Sint-Idesbald Foto: Westtoer - Ann-Sophie Deldycke

Die Kuratorin Els Wuyts nennt Beaufort "eine 68 Kilometer lange Ausstellung". Für die 8. Ausgabe hat sie nach natürlichen Verbindungen gesucht, intensiv mit Künstlern und Behörden ausgetauscht, um das richtige Werk an den richtigen Ort zu bringen. Ob ein verborgenes Naturschutzgebiet in Nieuwpoort oder der breite Strand von Zeebrugge, ob abstrakte Kunst oder figürliche Skulpturen ... “Man sollte sich Zeit nehmen, um die ganze Umgebung zu betrachten, zusammen mit den Kunstwerken”, empfiehlt die Kuratorin von Beaufort 2024. 

N/E/W/S' von Richard Deacon in Heist Foto: Westtoer Ann-Sophie Deldycke

Der Skulpturenpark wächst

Nach acht Auflagen ist Beaufort eine feste Größe an der belgischen Küste. Inzwischen ist der Skulpturenpark auf etwa 50 Werke angewachsen. Man denke nur an den bronzenen Wullok von Stief Desmet auf dem Wellenbrecher von Ostende oder den "Spitzen"-Bagger von Wim Delvoye in Westende. Und so wird es nach dieser Ausgabe noch acht weitere geben.

Kostenlos für alle, Gemeinden und Provinz zahlen

Für die Öffentlichkeit ist die Kunstausstellung im öffentlichen Raum kostenlos. Die Gemeinden und die Provinz Westflandern zahlen für Beaufort. Für ein dauerhaftes Kunstwerk zahlt eine Stadt oder Gemeinde zwischen 75.000 und 100.000 Euro, ein Betrag, der von der Provinz verdoppelt wird. Für eine zeitlich begrenzte Leihgabe erhalten Künstler etwa 10.000 bis 12.000 Euro. "Das ist viel Geld, aber es lohnt sich", sagt Kuratorin Els Wuyts. "Langlebige Materialien, Energie, Transport sind teuer, aber wir setzen jeden Euro-Cent um. Und ich höre von den Gemeinden, dass der Ertrag unglaublich ist".  

Der Ertrag sind natürlich die vielen Touristen, die sich auf eine künstlerische Entdeckungsreise begeben, sich ein Fahrrad mieten, ein Hotel buchen und gleichzeitig essen gehen. Aber Beaufort ist so viel mehr. Els Wuyts: "Ich glaube an die Kraft der Kunst, die etwas bewirken und das Leben der Menschen verändern kann."

ANSEHEN

Im schönen Naturschutzgebiet Koolhofput in Nieuwpoort kann man sich auf einer Bronzebank aus den Handabdrücken von Hunderten von Anwohnern ausruhen. 'At rest' ist ein Werk der Spanisch-Amerikanerin Selva Aparicio (Foto oben).

Nimm dir einen Stuhl: Kunst zum Sitzen

'Attentifs ensemble' von Romain Weintzem in Blankenberge Foto: Westtoer - Ann-Sophie Deldycke

Schon auf der ersten Erkundung fallen einige wiederkehrende Themen auf: Auf etlichen Kunstwerken und Installationen kann man sich hinsetzen! In Blankenberge hat der französische Künstler Romain Weintzem (Foto oben) drei Bänke aufgestellt: auf der Seebrücke, am Leuchtturm und in einem Park. Sie erinnern mit ihren geschwungenen Ornamenten an die Belle Epoque von Blankenberge, sind aber auch separate Sitzplätze. Man sitzt neben seinem Nachbarn, aber mit Blick in eine andere Richtung.

'Star of the Sea' von Ivan Morrison in Zeebrügge In Koproduktion mit der Triënnale Brugge. Foto: Femke den Hollander

Die Beaufort-Triennale am Meer läuft vom 27. März bis zum 3. November 2024. Der Eintritt ist überall frei; ein handlicher Führer mit Eintrittskarten und Erklärungen kostet 2 Euro und ist in den Tourismusbüros erhältlich.

Monoblock-Momente' von Sara Bjarland in Wenduine Foto: Westtoer - Ann-Sophie Deldycke

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