Bildungsexperten, Lehrer und Schulleiter hatte Ende letzten Jahres 70 Vorschläge zur Behebung des Lehrermangels gemacht. Die Gewerkschaften sind jedoch mit den Empfehlungen des Berichts, der unter andere die Einführung einer 38-Stunden-Woche vorschlägt, nicht einverstanden. Sie rufen das Lehrpersonal auf, auf die Straße zu gehen, und kündigten am Donnerstag an, Streikankündigungen einzureichen.
Flanderns Lehrer wollen im Mai fünf Tage gegen Pläne zur 38-Stunden-Woche protestieren
Eine 38-Stunden-Arbeitswoche, mehr Unterstützung für Berufsanfänger und eine zusätzliche Vergütung für Lehrkräfte, die an Schulen arbeiten, die vor großen Herausforderungen stehen. Dies sind nur drei der 70 Empfehlungen des Expertenberichts.
Der Bericht wurde Ende 2023 auf Wunsch des flämischen Bildungsministers Ben Weyts (N-VA) veröffentlicht, um den Lehrerberuf zu reformieren. Die Gewerkschaften hatten sich bereits bei der Veröffentlichung des Berichts im Dezember kritisch geäußert.
Die Arbeitnehmervertreter haben nun beschlossen, aktiv zu werden und die vorgelegten Maßnahmen in Frage zu stellen. Sie halten sie für " Phantasiegebilde, unüberlegte Maßnahmen und Rezepte aus der Vergangenheit", die nicht dazu beitragen werden, den Unterricht "qualitativ hochwertig und attraktiv" zu gestalten.
"Für viele Personalmitglieder sind die Vorschläge das Gegenteil von dem, was notwendig ist", so die Gewerkschaften. "Die Personalmitglieder, die eigentlichen Experten, werden von den politischen Entscheidungsträgern wieder einmal nicht gehört."
Die Demonstrationen finden am Dienstag, den 7. Mai in Antwerpen, am Mittwoch, den 8. Mai in Ostende, am Montag, den 13. Mai in Leuven (dt.: Löwen), am Dienstag, den 14. Mai in Hasselt und am Mittwoch, den 15. Mai in Gent statt.
