Zum Hauptinhalt springen

Krawalle zwischen Türken und Kurden in Limburg: Auto aus Deutschland sorgt für neuen Tumult

In der ehemaligen Bergbaustadt Heusden-Zolder in der Provinz Limburg bleibt die Spannung zwischen Türken und Kurden hoch. Am frühen Montagabend sorgte ein Auto mit deutschem Kennzeichen mit riskanten Fahrmanövern für eine weitere Provokation. Die Polizei musste eingreifen, weil der Fahrer des Wagens von mehreren Personen verprügelt wurde. In Visé in der Provinz Lüttich wurde am Montagabend ein türkisches Café von Unbekannten angegriffen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Polizei konnte durch schnelles Eingreifen verhindern, dass die Situation in Heusden-Zolder nach der riskanten Autofahrt durch die Menge ein weiteres Mal eskaliert. Der Fahrer des Wagens mit deutschem Kennzeichen (Video und Foto) raste mit hohem Tempo in Heusden-Zolder zwischen anderen Fahrzeugen und den zahlreichen dort anwesenden Menschen hindurch.

(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter)

ANSEHEN

Kurz danach stellte eine Menschenmenge den Wagen, hielt ihn an, riss den Fahrer aus seinem Wagen und begann ihn zu verprügeln. Die Polizei, die dort seit dem Wochenende mit hoher Mannschaftsstärke vor Ort ist, konnte Schlimmeres verhindern.

PKK-Gebaren

Laut der Regionalzeitung Het Belang van Limburg zeigte der Fahrer mit einer Hand PKK-Zeichen, was die umstehenden Türken natürlich provozierte. Danach raste er davon und zwar über Fuß- und Radwege und zwischen anderen Autos und zahlreichen Menschen hindurch.

Der Fahrer des deutschen Wagens wurde festgenommen. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen des Anstachelns zu Hass. Die Polizei bleibt in den von Kurden und Türken bewohnten Vierteln in den ehemaligen Bergbaustädten in Limburg präsent.

Inzwischen rufen die Imame in Limburg zur Ruhe auf. Bei einer pro-kurdischen Demo gegen „Diktator Erdogan“ in Brüssel kam es am Dienstag zu Verletzten und zu Festnahmen. 

Brutaler Angriff auf ein Café in Visé

Am Montagabend wurde in Visé bei Lüttich ein vornehmlich von Türken besuchtes Café von dutzenden vermummten Personen angegriffen. Die Angreifer waren mit Baseballschlägern und Molotow-Cocktails bewaffnet. Die Feuerwehr, die wegen mehrerer brennender Autos herbeigerufen wurde, konnte zunächst nichts eingreifen, da die Situation vor Ort sehr gereizt war.

Letztendlich konnte die Polizei die Gemüter auch hier beruhigen. Bei dem Angriff wurden 6 Personen verletzt, von denen 3 in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Wer die Angreifer waren ist Gegenstand der Ermittlungen. 

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5