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Das Bedrohungsniveau in Belgien bleibt auf 3 - Justizminister Van Tigchelt warnt vor der ISKP

Das Bedrohungsniveau in Belgien bleibt auf 3 einer vierstufigen Skala. Dies teilte das Koordinationsorgan für Bedrohungsanalyse (OCAD) mit. Das bedeutet, dass dieses Bedrohungsniveau nicht wie im Nachbarland Frankreich auf die höchste Stufe angehoben wird - trotz eines vereitelten mutmaßlichen Anschlags vor einigen Tagen in Brüssel und des islamistischen Terroranschlags in Moskau am Wochenende. Belgiens Justizminister hält inzwischen die ISKP auch in seine Land für die größte islamistische Bedrohung.

Andreas Kockartz
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Frankreich beschloss nach dem islamistischen Terroranschlag auf einen Konzertsaal in Moskau am Wochenende, bei dem mindestens 137 Menschen ums Leben kamen, das dortige Bedrohungsniveau (Vigiparate Plan) auf die höchste Stufe anzuheben.

In Belgien bleibt das Bedrohungsniveau auf 3. Das bedeutet, dass die Bedrohung „ernst“ ist. Das Niveau bleibt seit dem 16. Oktober 2023 auf diesem Stand, nach dem Anschlag auf schwedische Fußballfans, bei dem 2 Menschen getötet wurden. Nicht zuletzt auch wegen der Spannungen im Nahen Osten und der Zunahme von Antisemitismus wurde Stufe 3 hier beibehalten.

Die höchste Bedrohungsstufe 4, die besagt, dass „eine Bedrohung vorliegt, die sehr ernst und unmittelbar bevorsteht“, sei derzeit nicht angebracht, so ein Sprecher des OCAD.  

"Wir müssen alle Mittel aufwenden, um zu vermeiden, dass die ISKP größer wird"

Die Terrorgruppe ISKP, die sich zu dem Terroranschlag in Moskau bekannt hat, bildet auch in Belgien die größte dschihadistische Bedrohung. Dies sagte Belgiens Justizminister Paul Van Tigchelt (Open VLD, Foto unten) gegenüber der flämischen Tageszeitung De Standaard.

Dahinter verbirgt sich die extrem radikal-islamistische IS Khorasan Province (die Region um Afghanistan, Tadschikistan und Usbekistan). „In den uns umgebenden Ländern hat es Verhaftungen von mutmaßlichen Sympathisanten der ISKP gegeben“ so Van Tigchelt, der daran erinnert, dass die belgische Staatssicherheit bereits im Januar vor dem Erstarken dieses IS-Ablegers warnte.

„Auch bei uns wird die Sache beobachtet, wenn auch bei uns Leben Menschen aus dieser Region. Doch wir haben noch keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne gesehen, die von dieser Organisation ausgehen,“ so der Justizminister.

Laut Van Tigchelt zielt die ISKP nicht darauf an, Leute aus ihrer Region zu Anschlägen nach Europa zu bringen, sondern hier setzt man auf den Einsatz von lokalen Sympathisanten: „Wir stellen fest, dass die meiste Anziehungskraft momentan von der ISKP ausgeht.“ Auch wenn der IS nicht mehr bestehe, verbreite sich dessen Gedankengut wie ein Ölfleck.“ 

„Auch wenn der IS nicht mehr besteht, verbreitet sich dessen Gedankengut wie ein Ölfleck.“

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