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Kurden fürchten Graue Wölfe, Türken beschuldigen PKK - Schulen und Moscheen nach Ausschreitungen verstärkt überwacht

Die Kurden sprechen von Angriff der Grauen Wölfe, die türkische Gemeinde weist auf Provokation durch die PKK. Nach den Ausschreitungen in Heusden-Zolder und Houthalen-Helchteren (Provinz Limburg) Sonntagnacht wird nach Erklärungen gesucht. Vor Ort ist die Lage ruhig. Schulen und Moscheen werden verstärkt überwacht.

Martina Luxen Belga
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Die Lage in den limburgischen Gemeinden ist stabil, aber die betroffenen Polizeidienste und die Staatsanwaltschaft sind auf der Hut vor möglichen neuen Eskalationen. "Über die sozialen Medien hält es eine kleine Gruppe es für nötig, zu hetzen. Dabei werden auch Moscheen und Schulen ins Visier genommen", sagte Geert Verheyen, Korpschef der Polizeizone CARMA, am Montag.

 "Im Moment haben wir keine konkreten oder bestätigten Informationen über tatsächliche Drohungen. Aber wir ergreifen dennoch die notwendigen Maßnahmen und stehen in Kontakt mit den Schulleitern und Imamen."

Laut Alain Yzermans, Bürgermeister von Houthalen-Helchteren (Vooruit), werden auch Veranstaltungen und Orte, an denen sich die Gemeinschaften gewöhnlich aufhalten, stärker überwacht.  

Dies ist nicht das erste Mal, dass es zu einer Konfrontation zwischen Kurden und Türken kommt. Im Jahr 2017 kam es in Antwerpen zu Ausschreitungen zwischen Anhängern der Arbeiterpartei Kurdistans PKK und Personen der türkischen Gemeinde. Laut Zeugenaussagen wurden gestern auch Fahnen der PKK gesehen, was einige Türken als Provokation empfanden.  

Der Rat der kurdischen Gemeinschaft in Belgien wiederum verweist auf die türkischen Grauen Wölfe, die eine kurdische Familie angegriffen habe. Sie sprechen von einer koordinierten und geplanten Aktion.  

Sie sprechen von einer koordinierten und geplanten Aktion. Die Gemeinschaft hat für heute eine Protestaktion in Brüssel angekündigt.  

Was ist die PKK?

Die Arbeiterpartei Kurdistans PKK wurde 1978 von ihrem Anführer Abdullah Öcalan gegründet, der seither mehr als 25 Jahre im Gefängnis sitzt. Mitte der 1980er Jahre begann die PKK einen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat, der Zehntausende von Menschenleben forderte.  Im Gegenzug bombardiert die türkische Armee weiterhin regelmäßig Syrien und den Nordirak, wo die PKK ebenfalls aktiv ist.  

Heute ist die PKK in der Türkei verboten. Auch die Vereinigten Staaten und die Europäische Union betrachten die PKK als Terrororganisation.  

"Darüber hinaus gibt es viele Kurden, auch in Belgien, die den Kampf für die Unabhängigkeit und mehr Autonomie der Kurden in der Türkei unterstützen", so VRT NWS Auslandsreporterin Inge Vrancken: "Sie unterstützen vielleicht nicht die gewalttätigen Aktionen, aber wohl den Kampf für mehr Autonomie." 

Wer sind die Grauen Wölfe?

"Offiziell sind sie der Jugendflügel der ultranationalistischen Partei, die in der Türkei die Partei von Präsident Erdogan, unterstützt. In Wirklichkeit, so Vrancken, sind die Grauen Wölfe eine paramilitärische Organisation mit einer sehr gewalttätigen Vergangenheit. Ihr Einfluss soll auch bis nach Belgien reichen.

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