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Gesundheit

Ab 2027 nur noch drei Fachkliniken in Belgien für krebskranke Kinder

Die belgische Regierung hat beschlossen, in Zukunft nur noch drei 3 Fachkliniken für die Behandlung krebskranker Kinder anzuerkennen. Derzeit betreiben sieben Krankenhäuser eine kinderonkologische Fachabteilung. Durch die Bündelung von Fachwissen und Ressourcen in drei Krankenhäusern wird es möglich sein, die Behandlung zu verbessern, sagt Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke.

Martina Luxen Belga
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Jedes Jahr erkranken 350 bis 400 Kinder in Belgien an Krebs. Wegen dieser relativ "niedrigen" Zahl ist es interessant, das Fachwissen über Kinderkrebs in einigen wenigen Krankenhäusern zu bündeln, sagt Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Sozialdemokraten, Vooruit).  

"Internationale Untersuchungen zeigen, dass ein Krankenhaus mindestens 100 Krebsdiagnosen bei Kindern pro Jahr stellen muss, um ausreichendes Fachwissen aufzubauen. Krebserkrankungen bei Kindern sind eher selten, man kann dieses Wissen nicht auf viele Krankenhäuser verteilen."  

Bei Bauchspeicheldrüsen- und Speiseröhrenkrebs wird dieser Grundsatz bereits angewandt.

Nachsorge näher am Wohnort

Bis 2027 sollen nur noch drei Krankenhäuser in Belgien eine Krebsstation für Kinder betreiben. Diese Zentren werden für die Diagnose, die Erstellung eines Behandlungsplans, Operationen und andere komplexe Verfahren wie Knochenmarktransplantationen zuständig sein. Folgemaßnahmen wie Rehabilitation und Chemotherapie können dann näher am Wohnort stattfinden.

"Durch die Bündelung von Fachwissen und Ressourcen und die größtmögliche Berücksichtigung des Wohnortes der Kinder können wir die beste Versorgung gewährleisten. Wir tun dies im Interesse aller jungen Krebspatienten", sagte Vandenbroucke. 

Von den derzeit sieben kinderonkologischen Fachzentren (drei in Flandern, zwei in Brüssel und zwei in der Wallonie) werden die Kliniken in Gent und Löwen als die besten im Norden des Landes angesehen. Dort werden jedes Jahr etwa 250 neue Kinder mit einer Krebsdiagnose aufgenommen. Im französischsprachigen Landesteil (180 neue Patienten pro Jahr) zeichnet sich derzeit kein Favorit ab, wie die Zeitungen La Libre und De Morgen am Montag schreiben.

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