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Drieu Godefridi (links) und Bart De Wever, Vorsitzender der flämischen Nationalisten
Inland
Politik

Flämische Nationalisten von Bart De Wever starten Wahlkampagne jetzt auch in der Wallonie

Die rechtskonservative und nationalistische Partei Flanderns, die N-VA (Nieuwe Vlaamse Alliantie) von Bart De Wever macht jetzt auch Wahlkampf im französischsprachigen Landesteil. Spitzenkandidat für die N-VA in der Wallonie ist Drieu Godefridi (52), ein erzkonservativer Unternehmer und Publizist aus Brüssel. 

Martina Luxen Belga
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Der N-VA Parteivorsitzende Bart De Wever und der Abgeordnete Theo Francken haben ihren Spitzenkandidaten für die Kammer im Wahlkreis Wallonisch-Brabant und ihre Ambitionen bei den französischsprachigen Wählerinnen und Wählern vorgestellt. Die separatistischen Ansichten der N-VA werden im Süden des Landes nun von dem Unternehmer, Ex-Trump-Anhänger Drieu Godefridi vertreten.

Wer ist das Gesicht der N-VA in der Wallonie?

Godefridi ist ein Brüsseler Börsenhändler, Anwalt und Publizist. Er hat an der Sorbonne-Universität in Paris promoviert und ist Gründer des liberalen Think Tanks Institut Hayek in Brüssel. Seine Meinungsartikel und Stellungnahmen haben im französischsprachigen Belgien häufig Kontroversen ausgelöst. Godefridi war ein Anhänger von Donald Trump – bis zum Ansturm auf das Kapitol - und eckt mit ausländer- und islamfeindlichen Positionen an.

In seinem Buch L'utopie verte greift er den Ökologismus, die politische Ideologie der grünen Parteien, an. In einem anderen Buch, "La loi du genre" kritisiert er die Woke-Bewegung und die sogenannte "Gender-Ideologie".

Godefridi selbst bezeichnet sich nicht als flämischer Nationalist, ist auch kein Mitglied der Partei, befürwortet aber den Konföderalismus wie die N-VA, die auch auf der anderen Seite der Sprachgrenze Mitstreiter für eine weitere Auflösung der föderalen Strukturen.

Im Visier: wenigstens 3 Parlamentssitze in der Wallonie

Laut N-VA-Chef De Wever haben die Wallonen nicht die Möglichkeit, "gegen die Misswirtschaft der belgischen Bundesregierung zu stimmen". Um den wallonischen Wählern eine echte Alternative zu den französischsprachigen Liberalen (MR) zu bieten, so De Wever, und um seine konföderalistischen Ansichten durchzusetzen treten die Nationalisten mit einer Liste in jeder wallonischen Provinz an.

Frankophone Kommentatoren verwundert über De Wevers Spitzenkandidat

Frankophone politische Kommentatoren haben mit Verwunderung auf die Wahl von Drieu Godefridi zum Spitzenkandidaten der flämisch-nationalistischen N-VA im Wahlkreis Wallonisch-Brabant reagiert. "Godefridi ist seit sieben Jahren in den frankophonen Medien nicht mehr willkommen, weil er zu rechts ist", sagte Christophe Deborsu von RTL TVi. Und auch der Kommentator der Zeitung La Libre Belgique, Dorian de Meeûs, fragte sich bei der Vorstellung von Drieu Godefridi, ob Bart De Wever vielleicht gar nicht wisse, wen er sich da ins Boot geholt habe.

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