Archäologen haben, wie jetzt erst bekannt wurde, bereits im Januar bei den Bauarbeiten für die Oosterweel-Verbindung am Noordkasteel in Antwerpen einen englischen Güterwagen entdeckt, der fast 100 Jahre alt war (Fotos). Aus Anschriften an diesen Waggon erschien, dass dieser 1930 gebaut worden sein muss. Der Güterwagen war so fragil, dass er beim Versuch der Bergung quasi zerbröselte.
Bei Bauarbeiten zur Oosterweel-Verbindung in Antwerpen ist ein fast 100 Jahre alter Güterwaggon entdeckt worden
Bei den Ausgrabungen vor weiteren Bauarbeiten zur sogenannten Oosterweel-Verbindung - das ist eine milliardenteure Umgehungsautobahn als Anbindung zum Antwerpener Hafen bei weiträumiger Umfahrung des Stadtzentrums - stießen die Archäologen am Noordkasteel auf eine metallene Struktur, die sie sich zunächst nicht erklären konnten.
„Anfangs hatten wir keine Idee, worauf wir hier gestoßen waren. Wir sahen nur gelbe Buchstaben auf einer Art lila Container“, sagte die Leiterin der archäologischen Untersuchungen in diesem Gebiet, Lies Dierckx.
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Dann fanden sie heraus, dass es sich hier um einen Güterwaggon handelte, der von der damaligen britischen Bahngesellschaft LNER (London North Eastern Railway) stammt. Es bleibt aber ein Rätsel, wie der Waggon hierhergekommen sein soll und warum er ausgerechnet an dieser Stelle vergraben lag.
Leider war es unmöglich, diesen historischen Waggon zu bergen und zu retten, so Archäologin Dierckx: „Die Wände waren nicht stabil genug, um stehen zu bleiben. Beim Ausgraben ist der Waggon umgestürzt und dabei völlig zerbröselt.“
Der Waggon wurde bereits im Januar bei archäolgischen Voruntersuchungen an der Baustelle des zukünftigen Oosterweel-Autobahnkreuzes entdeckt.
