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Sofiane Kiyine bedauerte seine Tat
Inland
Justiz

Strafaufschub für den Fußballer mit dem "fliegenden Auto"

Der Profifußballer Sofian Kiyine (Foto) von OHL Löwen, der im vergangenen Jahr mit seinem Sportwagen von der Straße abkam und in eine Sporthalle in Flémalle bei Lüttich flog, bekommt lediglich Strafaufschub. Zwar ist der Lütticher Polizeirichter der Ansicht, dass Kiyine schuldig ist, doch bestraft wird er nicht. Beim belgischen Zentrum für Verkehrssicherheit VIAS hofft man jetzt auf eine entsprechende Reaktion der ProLeague. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Sofian Kiyine (26) war im vergangenen Jahr am 30. März 2023 in angetrunkenem Zustand mit seinem Luxussportwagen in vollem Tempo - hier ist die Rede von 150 km/h - in einen Kreisverkehr in Flémalle eingefahren, doch durch die Berührung des Kreisels war der Wagen abgehoben und durch die Wand einer Sporthalle geflogen.

Glücklicherweise hatten einige Kinder, die in der Halle trainiert hatten, diese gerade verlassen und befanden sich auf dem Weg in die Umkleidekabinen. Sein Verein, der Erstligaclub OHL Löwen, hatte den Profifußballer, der bei den Unfall nur leicht verletzt wurde, eine Zeit lang suspendiert.

Reue gezeigt

Nach dem Unfall erwies sich Kiyine als reuiger Mensch und ließ auf eigenen Wunsch in seinen neuen Wagen ein Alkoholschloss einbauen. Zudem folgte er Verkehrskurse bei VIAS und begann ehrenamtlich für Menschen mit Behinderung zu arbeiten.

Dies sah der zuständige Polizeirichter in Lüttich als Grund an, ihm Strafaufschub zu gewähren, obschon er schuldig gesprochen wurde. Durch diesen Strafaufschub gilt Kiyiane auch nicht als vorbestraft.

(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter)

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VIAS hofft auf eine Reaktion der ProLeague

Beim belgischen Zentrum für Verkehrssicherheit VIAS hofft man jetzt auf eine entsprechende Reaktion der ProLeague, denn diese hatte nach dem Unfall vor knapp einem Jahr nichts unternommen, um junge Fußballer, die plötzlich viel Geld verdienen, vor sich selbst zu schützen.

„Wir hoffen, dass dieser Unfall und das Urteil die Welt des Profifußballs wachrüttelt. Doch da sind wir noch lange nicht, sagte VIAS-Sprecher Benoît Godart. Nur wenige Vereine aus dem Profifußball (die ProLeague ist der Dachverband der belgischen Proficlubs) hätten nach dem Unfall reagiert und Maßnahmen in dieser Hinsicht getroffen, so Godart.

Bedauern

„Wir bedauern, dass bei der ProLeague einige getroffene Absprachen verschoben und später annulliert wurden. Wir bedauern auch, dass es zu keinen konkreten Aktionen gekommen ist. Wir befürchten das Risiko, dass es erst wieder zu einem neuen Unfall kommen muss, bevor etwas passiert,“ heißt es weiter bei VIAS: „Sensibilisierung ist notsächlich.“

Durchschnittlich kommen pro Jahr rund 10 Strafzettel von Fußballern an, die sich schwerer Verkehrsvergehen schuldig gemacht haben. 

Hier war der Wagen durchgeschlagen

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