Die Stadt Antwerpen wird das bestehende Netz aus Überwachungskameras ausbauen und um 64 Kameras auf 819 Geräte erweitern. Das daran verbundene Projekt mit Künstlicher Intelligenz (KI) wird nach positiven Resultaten fortgesetzt. Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) sagte, dass Bürger seiner Stadt um mehr Kameras bitten.
Antwerpen baut sein Netz mit Überwachungskameras seit dem Jahr 2000 regelmäßig weiter aus. Jetzt kommen 55 feste Kameras und 9 feste ANPR-Kameras hinzu. Mit Letzteren können u.a. Autonummern registriert und überprüft werden. Damit verfügt die flämische Hafenmetropole insgesamt über 819 Überwachungskameras. Jede dieser Kameras kostet zwischen 20.000 und 25.000 €.
Am Anfang standen Kameras an der Shoppingmeile Meir und in der historischen Altstadt. Später kamen die sogenannten „Problemviertel“, wie Antwerpen Nord und Kiel hinzu. Inzwischen sind das gesamte Innenstadt-Gebiet und die meisten Distrikte abgedeckt. Laut Stadtverwaltung unterhält Antwerpen „das am besten verfeinerte und entwickelte Kameranetz des Landes.“
Bei den meisten Gesprächen mit Antwerpenern wird mir nie die Frage gestellt, warum Kameras in der Gegend hängen. Die einzige Frage ist die, warum sind sie hier noch nicht“
Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever
Für Bürgermeister De Wever sind Kameras ein besonders wertvolles Instrument für eine durchgreifende Herangehensweise an Kriminalität und Belästigung. Das betreffe das Eingreifen der Polizei ebenso, wie auch die Unterstützung von Aktionen in den Vierteln oder das Sammeln von Beweismaterial für gerichtliche Ermittlungen.
Inzwischen kommt dabei auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz, denn diese soll die Kameraoperatoren unterstützen. Ein Pilotprojekt mit Kameras und KI, das im Distrikt Deurne gegen Individuen eingesetzt wurde, die illegal Abfall entsorgten, konnte schnell zu Überführungen führen. Mittelfristig werden auch andere Kameras an KI-Systeme angeschlossen, um rasch zu Ermittlungsresultaten zu gelangen, so Bürgermeister De Wever.
