Über die Hälfte der Familien oder Haushalte im belgischen Bundesland Flandern haben Probleme damit, finanziell rundzukommen. 3 von 10 Familien gelingt es nicht, am Ende des Monats Geld sparen zu können oder überhaupt ohne Minus auf dem Konto weitermachen zu können - auch wenn z.B. beide Elternteile einen Job haben. Dies ist aus dem Familienbarometer des flämisches Bundes der Familien ersichtlich.
Mehr als die Hälfte der Haushalte in Flandern kämpft mit finanziellen Problemen
Die Kaufkraft der Haushalte in Flandern steht weiter unter Druck. Sogar Familien, bei denen beide Eltern einen Arbeitsplatz haben, leben nicht unbedingt finanziell ohne Sorgen. 32 % der Arbeitnehmer geben an, nur schwerlich oder nur sehr schwer rundzukommen.
Eine von 7 Familien geben bei der Befragung des Familienbundes an, im vergangenen Jahr bei Freunden oder Verwandten um finanzielle Unterstützung gebeten zu haben. In erster Linie wiegen noch stets die hohen Energiekosten schwer auf den Ausgaben und auch die deutlich gestiegenen Preise für Lebensmittel in den Supermärkten besorgen vielen Familien in Flandern Kopfschmerzen.
Teure Lebensmittel
„Die Lebensmittel sind preislich gesehen noch immer viel teurer als noch vor einigen Jahren“, sagt Ivo Michels, der Vorsitzende des flämischen Familienbundes dazu. Beunruhigend ist die Situation im Besonderen bei den unteren Einkommensgruppen und bei geringgeschulten Arbeitnehmern.
80 % der Befragten, die höchstens über ein Mittelschuldiplom verfügen, geben an, mit dem Einkommen des Haushalts nur schwer den Monat finanzieren zu können und bei den Alleinerziehenden betrifft dies 69 % der Befragten. Im Gegensatz dazu haben nur 13 % derer, die ein Masterdiplom haben, an, im laufenden Monat nicht rundzukommen.
Betroffen von finanziellen Problemen in dieser Hinsicht sind auch Familien, in denen ein Mitglied pflegebedürftig ist oder körperlich bzw. mental eingeschränkt ist.
Sparen ist nicht (mehr) möglich
In vielen Haushalten ist es durch eine problematische Finanzsituation auch nicht möglich, am Ende des Monats Geld zu sparen oder Reserven zu schaffen. 18 % derer in Flandern, die arbeiten, geben an, nicht sparen zu können oder haben keine Reserven. 24 % der Befragten geben an, höchstens einen Betrag, der drei Monatseinkommen entspricht, auf dem Konto zu haben.
„Vor nicht einmal einem Jahr lag diese Prozentzahlen noch bei 13 respektive bei 21 %. Die Kaufkraft der Familien steht deutlich unter Druck und es sieht so aus, dass die Lage nicht besser wird“, so Ivo Mechels. Es seien dringend Maßnahmen notwendig, die dabei helfen, die finanzielle Situation der Menschen in Flandern zu verbessern, so der flämische Bund der Familien.
