Infrabel, der Infrastruktur-Dienstleister der belgischen Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB wird in den kommenden 10 Jahren die Schnellfahrstrecke in Richtung Frankreich bis zur Landesgrenze erneuern. Die Stecke ist 27 Jahre alt und nutzt sich langsam ab. Zahlreiche Züge fahren hier mit bis zu 300 km/h pro Tag entlang.
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Brüssel und Paris ist 27 Jahre alt und braucht eine Frischzellenkur
Pro Tag sind hier bis zu 100 Hochgeschwindigkeitszüge unterwegs, die teilweise bis zu 300 km/h drauf haben. Das sind in erster Linie Eurostar-Züge, TGV-Züge und Ouigo-Züge in Richtung Frankreich und Großbritannien. Nach 27 Jahren ist die Gleisinfrastruktur der sogenannten HSL 1 so langsam durch und muss erneuert werden.
Die Arbeiten beginnen in einer ersten Phase nach den Olympischen Spielen in Paris. Dazu wird die Strecke zwischen dem 12. und dem 30. August zwischen Ghisleghien und Ath in der Provinz Hennegau gesperrt und alle Hochgeschwindigkeitszüge müssen einen längeren Umweg (rund eine halbe Stunde mehr Fahrzeit) über die konventionellen Strecken nehmen.
Jedes Jahr einige Wochen Streckensperrungen
Die Arbeiten setzt Infrabel auf 10 Jahre an und diese erfolgen stufenweise. Die Strecke soll dazu jedes Jahr für einige Wochen gesperrt werden. Insgesamt investiert der Infrastruktur-Dienstleister rund 310 Mio. € in das Modernisierungsvorhaben. Dass diese Strecke modernisiert werden muss, ist klar, so Benoît Gilson, der CEO von Infrabel: „Sie ist entscheidend für den internationalen Zugverkehr.“
Dem stimmte Bundesverkehrsminister Georges Gilkinet (Ecolo) zu: „In dem wir die Robustheit und die Verlässlichkeit des Schienennetzes im Herzen von Europa weiter verbessern, machen wir es noch stärker. Die Arbeiten müssen bis 2035 abgeschlossen sein.“
