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Tierschützer gehen gerichtlich gegen die Brüsseler Region wegen der Zulassung von Schächten vor

Der Tierschutzverband Gaia zieht gegen die Region Brüssel-Hauptstadt vor Gericht, weil diese sich weigert, das Schlachten von nicht betäubten Tieren zu verbieten. Gaia kündigte an, ein Zwangsgeld von 10 € pro geschächtetes Tier einzufordern. Dieses Tierleid sei vermeidbar, so die Tierschützer.

Andreas Kockartz
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Gaia fordert, dass der neue Brüsseler Kodex zum Wohlsein der Tiere, der bald dem Regionalparlament vorgelegt wird, unbetäubtes Schächten verbietet und eine vorangegangene Betäubung des Schlachtviehs verpflichtet.

Der Tierschutzverband verweist dabei auf ein Urteil des Europäischen Hofes für Menschenrechte vom Februar 2024, nach dem das Schächtungsverbot nicht gegen den europäischen Menschenrechtsvertrag verstößt. „Das ist also ein Grund mehr, um das unbetäubte Schlachten auch in der Brüsseler Hauptstadt-Region nicht länger zuzulassen.

"Genug vermeidbares Tierleid"

In Flandern und in der Wallonie ist das Schächten bereits untersagt. Michel Vandenbosch, der Vorsitzende von Gaia, sagte am Dienstag am Rande von Protestveranstaltungen am Brüsseler Zentralbahnhof und am Poelart-Platz, dass man jetzt auch die öffentliche Meinung dazu mobilisieren werde.

„Genug vermeidbares Tierleid. Die Brüsseler Politiker müssen jetzt endlich beweisen, dass die das Tierwohl, den wissenschaftlichen Konsens und die Weisheit von nicht weniger als 34 Richtern der höchsten Gerichtshöfe ernst nehmen und für wichtiger halten, als flacher Wahlkampf-Opportunismus“, so Vandenbosch, der damit auch auf die Brüsseler Regionalwahlen am 9. Juni 2024 hinweist. 

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