In Chaudfontaine in der wallonischen Provinz Lüttich ist mit dem Abriss von 13 Häusern begonnen worden, die durch das Hochwasser der Weser Mitte Juli 2021 zerstört oder für unbewohnbar erklärt wurden. Diese Gebäude befinden sich unmittelbar am Ufer der Weser. Sie wurden von der Gemeinde angekauft und jetzt werden sie abgerissen.
Nach der Flutkatastrophe 2021: In Chaudfontaine werden 13 Häuser abgerissen
Diese Abrissarbeiten sind der Beginn der ersten Phase der vollständigen Neuausrichtung dieser Zone von Chaudfontaine. Das Ufer, wo die Häuser abgebrochen werden, soll dem Wasser der Weser mehr Raum bieten, um so den Impakt von möglichen weiteren derartigen Naturereignissen einzuschränken. Hier soll schlicht und einfach Gras wachsen und es sollen erhöhte Umrandungen gebaut werden.
In Chaudfontaine will man übrigens im Zuge dessen weitere Stellen oder Zonen suchen, wo die Böden enthärtet werden sollen, damit Regenmassen besser ins Grundwasser oder in die Erde einsickern kann. Die Abrissarbeiten sollen etwa 20 Tage dauern. Letzte Woche wurde in den betroffenen Gebäuden bereits Asbest entfernt.
Hintergrund
Die Hochwasserkatastrophe in Ostbelgien und in der Wallonie sowie in Teilen Flanderns in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli sorgte für Schäden in Milliardenhöhe und für zahlreiche Obdachlose. 39 Menschen kamen bei dieser Katastrophe ums Leben und rund 100.000 Menschen bzw. Haushalte erlitten Schäden.
Am schwersten Betroffen war das Wesertal, in dem die Wassermassen nach dem extremen Starkregen und durch den Zusammenfluss mit weiteren Flüssen und Seitenarmen verheerende Zerstörungen anrichtete.
