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Klassische Brüsseler Kneipe

Denkmalschutz in Brüssel: Café "Au Daringman"

Die Brüsseler Regionalregierung, die Staatssekretärin für Kulturerbe und Städtebau der Hauptstadt, Ans Persoons und die Städrebauschöffin der Stadt Brüssel, Anaïs Maes (beide Vooruit.brussels), haben ein Verfahren für Denkmalschutz für das Café „Au Daringman“ im  Vlaamsesteenweg in die Liste der als Kulturerbe gewerteten klassierten Gebäude aufgenommen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Das Café „Au Daringman“ im  Vlaamsesteenweg im Stadtzentrum von Brüssel ist eine Ikone des Ausgangslebens in der belgischen Hauptstadt. Die Kneipe steht für eine Atmosphäre, die seit dem Zweiten Weltkrieg ununterbrochen dort zu finden ist. Die Inneneinrichtung des Cafés, das auch als „Chez Martine“ bekannt ist (so heißt die Wirtin), ist im Art déco-Stil entworfen und gebaut worden. Schon deshalb werden die Fassade und die Inneneinrichtung unter Denkmalschutz gestellt, bzw. sollen unter Schutz gestellt werden.

Doch auch die Tatsache, dass „Au Daringman“ eine Institution ist, trägt dazu bei. Als das Café mitten im Zweiten Weltkrieg gebaut wurde, waren Baustoffe wie Holz und Leder knapp. Deshalb nutzte man hier Sperrholz und Kunstleder für die Einrichtung. Mit diesen Mitteln wurde die typische Art déco eigentlich eher nachgeahmt.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter) 

Einige Gäste gehören hier zweifellos zum Inventar...

"Veraltet?"

Die gesamte Innenarchitektur dreht um die aus Holzvertäfelung hergestellte Theke. Der eine oder andere mag „Au Daringman“ als „veraltet“ bezeichnen, doch gerade dies sorgt bis heute für einen kulturellen, architektonischen, sozialen und ethischen Charakter (in) dieser Kneipe.

Genau darum müsse sie für zukünftige Generationen als typisches Beispiel für die reiche Brüsseler Kneipenkultur erhalten bleiben, so Brüssels Staatsekretärin für Kulturerbe und Städtebau, Ans Persoons, gegenüber der Nachrichtenplattform BRUZZ. „Au Daringman" soll damit gemeinsam mit den Cafés „l’Espérance“, „l’Archiduc“, „Métropole“, „Cirio“, „La Ruche“, „Brasserie Verschueren“ und „Falstaff“ zu Brüssels denkmalgeschützten Kneipen und Wirtschaften gehören. 

Fassade aus den 1940er Jahren bzw. aus dem Krieg

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