Bei den Bauernprotesten am Luxemburgplatz in der belgischen Hauptstadt Brüssel sind im Februar an einigen Stellen schwere Schäden angerichtet worden. So wurde eine Figur am Denkmal für den Industriellen John Cockerill abgebrochen und durch in Brand gesteckte Autoreifen wurde der Boden auf der Wiese des Platzes 30 cm tief verseucht.
Bei den Bauernprotesten am Brüsseler Luxemburgplatz wurden Schäden und Umweltverschmutzungen angerichtet
Yves Rouyet (Ecolo), der Schöffe für Umwelt, Mobilität, Städtebau und Denkmalschutz der Brüsseler Gemeinde Elsene, zu der der Luxemburgplatz gehört, beschrieb gegenüber der Nachrichtenplattform BRUZZ die Schäden: „Bevor wir den neuen Grassamen legen können, müssen wir zuerst die verseuchte Erde um bis zu 40 cm abtragen. Der Platz ist noch immer schwarz, vor allem die Stelle zwischen dem Bahnhof und dem Denkmal.“
Bald wird das Gras am Cockerill-Denkmal neu gepflanzt werden, doch das wird noch eine Zeit lang dauern: „Momentan ist es noch zu schlammig, um das Gras auszusäen, doch es ist geplant.“ Auch die Pfosten des Zauns, der den Rasen umgab, müssen erneuert werden, denn sie wurden umgeknickt.
Back to the roots
Die Figur des Cockerill-Denkmals, die bei den Protesten runtergebrochen wurde, wird gerade in Gent von einer Spezialfirma restauriert. Erhitzte Gemüter stießen das Standbild von „Mecanicien Beaufort“ vom Sockel, einer der vier Arbeiter, die rund um den früheren britisch-belgischen Industriellen postiert sind. Das Denkmal stammt aus den Jahren 1871 und 1872.
Ziel der Gemeinde Elsene und der Brüsseler Hauptstadt-Region ist jetzt, um Zuge der Reparaturen und Restaurierungen den Luxemburgplatz schöner und grüner zu gestalten. Dabei dienen historische Fotos und Postkarten (Illustration unten) als Inspiration. „Wir wollen damit im Geiste der ursprünglichen Anlage vorgehen“, so Rouyet.
