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Stapelweise Senfgasgranaten der Deutschen aus dem Ersten Weltkrieg

276 deutsche Senfgasgranaten aus dem Ersten Weltkrieg in Wortegem-Petegem entdeckt

In der Ortschaft Wortegem-Petegem in Ostflandern sind bei Straßenbauarbeiten 276 Granaten aus dem Ersten Weltkrieg gefunden worden. Dabei handelt es sich um Giftgasgranaten der deutschen Truppen. Die Sprengkörper waren noch nicht scharf gestellt und so konnte die der Kampfmittel-Räumdienst der belgischen Armee (DOVO) sicherstellen und problemlos abtransportieren.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ein Arbeiter einer Straßenbaufirma war am Waregemseweg in Wortegem-Petegem auf diese Senfgasgranaten gestoßen. Die verrosteten Sprengkörper deutscher Weltkriegsproduktion sind etwa 30 cm lang und haben einen Durchmesser von 12 cm an ihrer dicksten Stelle.

„Laut DOVO handelt es sich um Granaten, die Senfgas verbreiten sollten. Sie standen noch auf Transportmodus und waren noch nicht zum Abschuss scharfgestellt“, so Bürgermeister Luc Vander Meeren: „Dadurch konnten sie durch DOVO sicher nach Poelkapelle in Westflandern transportiert werden.“ Dort werden sie in einer speziellen Spreng- und Explosionskammer vernichtet.

Von den Granaten ging zu keiner Zeit Gefahr aus und niemand, der im Umkreis wohnt, musste evakuiert werden, so der Bürgermeister: „Weil dort Straßenarbeiten durchgeführt wurden, war sowieso kein Durchgangsverkehr möglich. Das passte gerade gut.“

Zur Vorsicht wurde bei der Bergung der Granaten eine Gasleitung abgesperrt, doch die Anwohner wurden davon unterrichtet. 

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