Das niederländische Verkehrsunternehmen Arriva teilt mit, dass die Züge für den Dreiländerzug zwischen Aachen, Maastricht und Lüttich von der europäischen Eisenbahn-Sicherheitsbehörde ERA (European Railway Agency) angenommen wurden. Zuletzt gab es Abnahmefahrten auf dem belgischen Gleisnetz, denn die belgischen Eisenbahnbehörden verlangen des EU-Bahnsicherheitssystem ERMTS.
Grünes Licht für den Dreiländerzug zwischen Aachen, Maastricht und Lüttich
Der schweizerische Schienenfahrzeughersteller Stadtler hat alle 8 Arriva-Nahverkehrszüge, die zwischen Aachen, Maastricht und Lüttich eingesetzt werden, mit der neuen ETCS-Technologie GUARDIA ausgerüstet, zu der das in Belgien erforderliche ERMTS-Paket gehört.
ERMTS steht für European Rail Traffic Management System und ETCS steht fûr European Train Control System. In Belgien müssen alle Triebfahrzeuge mit diesen Systemen ausgerüstet sein, denn so gut wie alle Strecken wurden inzwischen mit diesen Sicherheitssystemen ausgebaut.
Hauptstädte der Euregio Maas-Rhein
Der Dreiländerzug ist ein lange gehegter Wunsch in der Euregio Maas-Rhein. Die Züge verbinden als LIMAX-RE 18 Aachen in Nordrhein-Westfalen über Heerlen, Valkenburg und Maastricht in der Provinz Südlimburg in den Niederlanden mit dem belgischen Lüttich in der gleichnamigen Provinz. LIMAX ist übrigens eine Abkürzung für Liège-Maastricht-Aachen-Express.
Sommerfahrplan
Die Züge werden ab dem 9. Juni 2024 eingesetzt, wenn der Sommerfahrplan bei den Eisenbahnen greift. Interessant ist, dass dieser Dreiländerzug in den drei Hauptbahnhöfen Aachen HBF, Maastricht C.S. und Lüttich-Guillemins Anschlüsse an den Fernverkehr und an die Hochgeschwindigkeitszüge ICE und Eurostar sowie an das jeweilige IC-Inlandsnetz bietet.
Eine Ringbahn, die den Dreiländerzug von Lüttich aus direkt nach Aachen bringen würde, ist nicht vorgesehen, da die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB eine direkte S-Bahn-Verbindung zwischen Lüttich-Saint-Lambert und Aachen HBF eingerichtet hat.
