In Hasselt, der Hauptstadt der flämischen Provinz Limburg, protestierten am Dienstag rund 100 Landwirte mit ihren Traktoren gegen den Naturschutzplan der flämischen Landesagentur für Natur und Wald. Sie befürchten mittelfristig die Umwidmung von Agrarland zu Naturschutzgebiet. In Kasterlee in den Antwerpener Kempen fand eine Demo gegen ein konkretes aber langfristig angesetzes Projekt der Naturschutzagentur statt.
Bauern protestierten gegen die flämische Landesagentur für Natur und Wald
Die Bauern gehen davon aus, dass der Naturschutzplan der flämischen Landesagentur für Natur und Wald auf Dauer den Verlust von großen Gebieten Agrarfläche kostet bzw. dass landwirtschaftliches Gebiet mittelfristig zu Naturschutzgebiet umgewidmet werden soll.
Bei Natur und Wald fühlt man sich missverstanden und widerspricht diesen Vorwürfen und falschen Erwartungen. Der Naturschutz und die Pläne, wie Natur in Zukunft besser geschützt werden kann, hätten keine negativen Folgen für die Landwirtschaft.
Auch in Kasterlee in den Kempen in der Provinz Antwerpen war es am Dienstagvormittag zu einem Protestzug mit rund 100 Traktoren gekommen, bei dem ebenfalls Bauern gegen die flämische Naturschutzbehörde protestierten.
Hier protestierten die Landwirte konkret gegen ein Vorhaben Agentur bezüglich der Domäne Breeven im Tal der Nete. In den Plänen sind 300 Hektar Agrarfläche vorgesehen, um dort langfristig zusätzliches Waldgebiet anzupflanzen. Hier soll auch ein Naturschutzreservat eingerichtet werden, um früher hier vorhandene Flora und Fauna wieder anzusiedeln.
In beiden Städten kam es zeitweise zu Verkehrsproblemen durch die Proteste.
