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Handyverbot in der Schule? Eine Provinzschule in Antwerpen lässt es auf einen Versuch ankommen

Immer mehr Schulen auch im belgischen Bundesland Flandern entscheiden sich dafür, Handys in den Schulen zu verbieten. Die meisten Schulen verbieten Mobiltelefone zu bestimmten Zeitpunkten, z.B. in den Klassen und in den Kantinen. Eine Schule in Antwerpen macht die Probe aufs Exempel… 

Andreas Kockartz
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Viele Schulkinder sind durch die ständige Nutzung ihrer Smartphones unkonzentriert und können dem Unterricht nicht wirklich folgen. Zudem kommen emotionale Probleme durch Konflikte und Mobbing über die sozialen Netzwerke.

Die Antwerpener Provinzschule avAnt startete am Montag einen Versuch, Handys und Smartphones in den Klassen des ersten und des zweiten Mittelschuljahrs zu verbieten. Bei unterrichtsbeginn verschwanden alle Mobiltelefone der Schülerinnen und Schüler in einem Koffer, der abgeschlossen wurde und der erst nach Schulschluss wieder geöffnet wird. 

"Teil meines Lebens"

Auf manche Schulkinder wirkt dieses Verbot irritierend, da sie kaum ohne ihre Smartphones auskommen. Anderen machte das am Montagmorgen nichts aus und wieder andere gaben zu verstehen, dass sie ihre Mobiltelefone nie im Unterricht nutzen. So reagierten  allerdings nur wenige der Mittelschulkinder…

Aber, alleine die Tatsache, dass einige der Jugendlichen absolut nicht an ihr Mobiltelefon rankommen, wirkte verstörend. Eine Schülerin sagte gegenüber VRT NWS nervös: „Mein Handy ist ein Teil meines Lebens…“

Mehr miteinander sprechen?

Die Lehrkräfte, die bisher mit Schulkindern zu tun hatten, die durch ihre Mobiltelefone ständig abgelenkt waren, finden das Experiment gut: „Wir hoffen, dass die Schulkinder jetzt auch wieder miteinander sprechen, statt nebeneinander zu sitzen und auf ihre Handys zu starren.“

Neben Alkohol- und Drogenprävention entscheiden sich inzwischen einige Schulen in Flandern auch für Smartphone-Prävention. Sie konstatieren, dass es inzwischen durch die Inhalte in den sozialen Medien immer öfter zu Streit und zu merkwürdigen Vorkommnissen kommt. „Alles zwischen Krach und Naziliedern kommt hier vor“, schreibt die flämische Tageszeitung De Standaard dazu.  

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