Zum Hauptinhalt springen
Der ehemalige VRT-Radiomoderator Sven Pichal
Inland
Justiz

Nach Kinderpornoverfahren: Auch Kokain im Spind der ehemaligen VRT-Radio-Ikone Sven Pichal gefunden

Der ehemalige VRT-Radiomoderator Sven Pichal wird nun nicht nur wegen Sexualdelikten verdächtigt. Die Antwerpener Staatsanwaltschaft hat auch Ermittlungen wegen Drogendelikten eingeleitet. Bei einer Durchsuchung der flämischen  Rundfunkanstalt VRT wurde im Spind von Sven Pichal eine kleine Menge Kokain gefunden. Die Durchsuchung wurde im vergangenen Sommer im Rahmen der laufenden Ermittlungen wegen des Besitzes und der Verbreitung von Bildern über Kindesmissbrauch durch den ehemaligen Moderator einer sehr beliebten Verbraucherschutzsendung durchgeführt.

Veröffentlicht:

Eine der Kautionsbedingungen für die vorläufige Haftentlassung Sven Pichal war, dass er weder Alkohol noch Drogen konsumieren darf. Die Ermittlungen zum mutmaßlichen Drogenkonsum von Sven Pichal ergaben inzwischen, dass er angeblich Designerdrogen in den Niederlanden bestellt und manchmal sogar an seine VRT-Büroadresse liefern ließ.

Bei der von Sven Pichal angeblich bestellten Droge handelte es sich um 3MMC (oder eine Variante davon). 3MMC wurde erst vor kurzem in den Niederlanden verboten. Zu dem Zeitpunkt, als Sven Pichal die synthetische Droge angeblich bestellte, war sie jedoch schon in Belgien illegal.

Anwälte bestätigen den Tatbestand des Drogenkonsums

In einer Erklärung bestätigen die Anwälte von Sven Pichal, Walter Damen und Davina Simons, dass die Berichte über den illegalen Drogenkonsum ihres Mandanten zutreffen.

"Herr Pichal hat von Anfang an mit den Ermittlern kooperiert. Eines der Elemente war die Drogenproblematik, die weiterverfolgt wird. Er hält sich strikt an seine Kautionsauflagen und seine regelmäßigen Drogentests waren bisher alle negativ".

Die Anwälte fügten hinzu, dass Sven Pichal sich einer intensiven psychologischen Behandlung unterzieht und dass diese gut verläuft. Sie sagen auch, dass Drogen nie die Lösung für Probleme sind und dass es bedauerlich ist, dass die Vertraulichkeit der Untersuchung verletzt wurde.

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5