Der Publikumspreis der diesjährigen Kulturerbe-Challenge geht an das Triptychon „Die Predigt von Johannes dem Täufer“ aus der Heilig-Herz-Kirche von Aalst in Ostflandern. Die einzelnen Gemälde dieses Werks sind in einem sehr schlechten Zustand und bedürfen dringend einer Restaurierung, wie unsere Fotos zeigen.
Die Kulturerbe-Challenge fördert die Restaurierung eines Triptychons einer Kirche in Aalst
Etwa 30.000 Interessierte nahmen an diesem Wettbewerb des Königlichen Instituts für das Kunstpatrimonium (KIK) teil. Die meisten stimmten für die Rettung der „Predigt von Johannes dem Täufer“, ein Werk aus der Zeit Ende des 16. bis Anfang des 17. Jahrhunderts, wahrscheinlich von Frans Pourbus dem Jüngeren (1569-1622) gemalt.
Eine Restaurierung der Arbeit (Öl auf Holz) schlägt mit mindestens 400.000 € zu Buche. Da die Heilig-Herz-Kirche von Aalst mittlerweile entweiht ist und als Eventlocation fungiert, ist das Triptychon quasi heimatlos. Seit der Entstehung ist das Werk in Aalst von Kirche zu Kirche umgezogen, wobei es in Mitleidenschaft gezogen wurde. Seit 2000 hängt es in der Heilig-Herz-Kirche.
Inzwischen ist das Werk schon zu den Räumlichkeiten des KIK in Brüssel transportiert worden und wartet sowohl auf die dringende Restaurierung, als auch auf ein neues Zuhause. Das wird wahrscheinlich die St. Martinus-Kirche von Aalst sein, für die „Die Predigt von Johannes dem Täufer“ wohl ursprünglich geschaffen wurde.
