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Bauwut in Flandern: Jährlich wird eine Fläche einer Stadt wie Mechelen verhärtet

In Flandern verschwindet jährlich die Fläche einer Stadt wie Mechelen (Prov. Antwerpen) unter Beton und Asphalt. Damit hat die sogenannte „Baushift“ der flämischen Landesregierung, die genau das Gegenteil erreichen sollte, kaum bis keine Wirkung, wie aus einem Bericht der Umweltvereinigungen Natuurpunt und Breekijzer ersichtlich ist.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Zwischen 2013 und 2021 ist Flandern eindeutig weiter vollgebaut worden, wie auf der Webseite betonmeter.be  (in Niederländisch) pro flämische Gemeinde zu sehen ist. Diese Internetseite wurde von der Hochschule Gent (HoGent) entwickelt.

Die flämische "Baushift" (früher auch "Betonstopp" genannt) sollte eigentlich erreichen, dass die Verhärtung des Bodens netto abgearbeitet werden soll. Dass aber mehr und mehr gebaut wird und dass quasi immer mehr Beton hinzukommt bedeutet, dass Regierung und Behörden hier mehr tun müssen, wie bei der Naturschutzvereinigung Natuurpunt verlautet.

Einen Lichtblick bietet derzeit allerdings die Tatsache, dass die Verhärtung in den letzten Jahren etwas an Kraft verloren hat. Zwischen den Städten und Gemeinden gibt es zudem erhebliche Unterschiede.

Unterschiede innerhalb Flanderns

In den Noorderkempen, eine Region in der Umgebung von Antwerpen, wird sehr viel gebaut. Hier verschwindet vor allem Agrarfläche. Und in der Provinz Limburg verschwindet Landschaft und Natur pro Kopf und Einwohner aufgrund von Bauprojekten am schnellsten, so der dahingehende Bericht.

Aber, in drei flämischen Gemeinden zeigt sich, dass man der Verhärtung Einhalt gebieten kann. In Hemiksem in der Provinz Antwerpen sowie in Mesen und in Spiere-Helkijn, zwei Gemeinden in Westflandern, ist netto im oben genannten Zeitraum kein neuer Beton hinzugekommen. Hier wurde sogar fallweise enthärtet bzw. begrünt.

Um das Beispiel der neu bebauten Fläche zu unterstreichen, sei hier Mechelen einmal mehr genannt. Die Stadt hat eine Fläche von rund 65 km² und hier leben rund 87.000 Einwohner. Das entspricht in etwa 10 Fußballfeldern pro Tag, die unter Beton und Stein in Flandern verschwinden. 

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