In der flämischen Universitätsstadt Leuven (dt.: Löwen) hat das Grünflächenamt drei Bäume in der Diestsestraat, der Fußgängerzone der Stadt, entfernt. Es handelt sich um japanische Nussbäume, die zwar schön aussehen, aber die Früchte der weiblichen Sorte des Baumes riechen sehr streng, "wie Erbrochenes, faule Eier oder Exkremente". An ihrer Stelle stehen jetzt männliche Exemplare.
„Nach Erbrochenem oder faulen Eiern stinkende" weibliche Bäume in Leuven durch männliche ersetzt
Einigen Händlern war schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass die Diestsestraat an einigen Stellen sehr streng roch. "Ich gehe hier oft durch die Straße und bemerke einen Geruch von faulen Eiern oder Fäkalien in der Nähe der Bäume", sagt der Geschäftsführer eines Schmuckgeschäfts.
In einem Bekleidungsgeschäft gleich hinter der Statue von Dorre, dem Bäcker, klingt es noch deutlicher. "Man roch es bis in den hinteren Teil des Ladens. Die Kunden kamen herein und schauten auf ihre Schuhsohlen, um sicherzugehen, dass sie nicht in Hundekacke getreten waren. Ich kann es nicht anders beschreiben als 'Scheiße', wirklich schrecklich."
Kunden dachten, sie seien in Hundekacke getreten
Bäume, die nach faulen Eiern oder Erbrochenem stinken, sind gelinde gesagt merkwürdig. Die Stadt Leuven hat deshalb an den Bäumen in der Diestsestraat Hinweise angebracht, warum die Bäume entfernt werden. "Der Baum, um den es geht, ist der Ginkgo biloba, ein japanischer Nussbaum, der zu verschiedenen Jahreszeiten sehr schön ist. Aber wenn die Früchte auf den Boden fallen, riechen sie wie Erbrochenes", erklärt Pieter Pollet von der Grünflächenbehörde. Bei der männlichen Sorte gibt es kein Problem, nur die Früchte des weiblichen Baumes verbreiten den sehr unangenehmen Geruch.
Die Stadt dachte, dass nur männliche Bäume gepflanzt worden waren, aber als die Früchte zu riechen begannen, stellte sich heraus, dass doch einige "weibliche Bäume" darunter waren. Nur diese wurden entfernt, und die neuen, männlichen Exemplare werden bald in den Boden gesetzt. Der Ginkgo biloba ist, wie sein Name schon sagt, ein Exot, aber der Baum ist klimaresistent und gedeiht auch in einer Stadt.
