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Streik des Kabinenpersonals bei Brussels Airlines: "8 von 10 Flügen werden heute trotzdem starten"

Christliche Gewerkschafter (ACV Puls) streiken heute bei der belgischen Fluggesellschaft Brussels Airlines. Die gestrigen Gespräche haben zu keiner Lösung geführt, so dass der angekündigte Streik des Kabinenpersonal wie angekündigt, stattfindet. Die sozialistische und die liberale Gewerkschaft, die beiden größten Gewerkschaften des Unternehmens, warten auf das Ergebnis eines weiteren Treffens am heutigen Mittwochvormittag, bevor sie entscheiden, wie sie weiter vorgehen. Nach Angaben von Brussels Airlines werden heute etwa 8 von 10 Flügen planmäßig durchgeführt werden können.

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Die christliche Gewerkschaft ACV Puls hatte letzte Woche Streikpläne angekündigt.  Der Streik läuft von Mittwoch bis Freitag dieser Woche.

In dem Arbeitskonflikt geht es hauptsächlich um die Bezahlung und den Arbeitsdruck. Während der Corona-Pandemie wurden dem Kabinenpersonal die Löhne gekürzt, die Produktivität erhöht und kürzere Ruhezeiten akzeptiert. Jetzt, da es Brussels Airlines finanziell besser geht, fordern die Flugbegleiter höhere Bezüge.

Der Gewerkschaftsvertreter Didier Lebbe erklärte, die gestrigen Gespräche hätten nichts gebracht und der Streik sei "unvermeidlich". Er forderte von der Geschäftsleitung schriftliche Vorschläge, die dann dem Personal vorgelegt werden können. Nach Angaben von Brussels Airlines liegen diese Vorschläge bereits auf dem Tisch.

Die sozialistischen und liberalen Gewerkschaften beteiligen sich noch nicht an dem Streik. Sie warten auf ein weiteres Treffen mit der Geschäftsführung heute Morgen und werden dann entscheiden, ob sie sich dem Streik anschließen oder nicht, sagt Olivier Van Camp von der sozialistischen Gewerkschaft BBTK. Die meisten Beschäftigten sind diesen beiden Gewerkschaften angeschlossen.

"Beeinträchtigungen halten sich in Grenzen"

Brussels Airlines erklärte, dass die große Mehrheit der Flüge, etwa 8 von 10, am Mittwoch durchgeführt werden können.

"Wir haben uns mit dem Personal in Verbindung gesetzt und uns wurde gesagt, dass die überwiegende Mehrheit fliegen möchte", sagte Sprecher Nico Cardone. "Es kann durchaus sein, dass wir den einen oder anderen Flug streichen müssen, zum Beispiel zu Zielen, die mehrmals täglich angeflogen werden, damit alle anderen Flüge stattfinden können."

Die Geschäftsführung bedauert den Streik und sagt, dass es in den letzten Tagen "konstruktive Gespräche" gegeben habe. Jetzt zu streiken "bringt eine Lösung nicht näher", heißt es. "Es liegt ein umfassender Vorschlag auf dem Tisch und alle Gewerkschaftsvertreter sind damit einverstanden, die Gespräche auf der Grundlage dieses Vorschlags fortzusetzen. Ein Streik macht jetzt keinen Sinn, da diese Gespräche ohnehin fortgesetzt werden."

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