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Bei ArcelorMittal in Gent
Inland
Wirtschaft

Gent fordert Unterstützung, um ein Megaprojekt von ArcelorMittal in der Stadt halten zu können

Die Stadt Gent ruft die flämische Landes- und die belgische Bundesregierung dazu auf, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, damit eine Monsterinvestition des Stahlriesen ArcelorMittal über 1,1 Mia. € in die Region fließen kann. Der Stahlproduzent plant den Bau eines umweltfreundlichen Hochofens, doch neben Gent buhlt auch Dünkirchen in Nordfrankreich um diese Investition. Auch dort betreibt ArcelorMittal ein Stahlwerk und Frankreich schenkt dem viel Aufmerksamkeit. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Stadt Gent will dafür sorgen, dass der internationale Stahlkonzern ArcelorMittal seine Investierung in einen nachhaltigen Hochofen in der Region tätigt, genauer am Standort in der Kanalzone des Genter Hafens. 

Geplant ist eine Mega-Investition über 1,1 Mia. € (siehe nebenstehenden Beitrag). ArcelorMittal ist für Gent und für die Provinz Ostflandern ein sehr wichtiger Arbeitgeber. Aktuell beschäftigt der Konzern hier rund 4.000 Mitarbeiter.

Vor einiger Zeit kündigte ArcelorMittal an, in Gent einen Hochofen zu installieren, der komplett mit nachhaltiger, sprich grüner Energie betrieben wird. Dabei soll jährlich 3 Millionen Tonnen CO₂ weniger ausstoßen. Dies wäre die größte Klimainvestition, die je in dieser Region zum Tragen kommen würde.

Frankreich ist auf Kaperkurs

Allerdings hat Gent inzwischen Konkurrenz bekommen, denn Frankreich will das Projekt offenbar kapern und hat dabei das ArcelorMittal-Stahlwerk in Dünkirchen im Fokus. Die Franzosen lassen sich die Überzeugung, das Projekt dorthin zu locken, wohl einiges kosten.

Auch darum bittet Gent Bund und Land, um hier aktiv zu werden. Die Stadt bleibt in ständigem Dialog mit dem Stahlkonzern, befürchtet aber, dass die niedrigeren Energiepreise im Nachbarland Frankreich Öl aufs Feuer gießen könnten. Man hoffe, dass die Politik in Belgien Maßnahmen ergreift, um diese Kosten senken zu können… 

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