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Großes Aufräumen nach der Demo

Bilanz der Bauernproteste in Brüssel: 3 verletzte Polizisten und hoher Sachschaden

Mit rund 900 Traktoren haben Landwirte am Montag gegen die EU-Agrarpolitik demonstriert. Diese Aktion sorgte in der belgischen Hauptstadt für große Verkehrsprobleme. Ein Teil der Demonstranten lieferte sich Straßenschlachten mit der Polizei. Dabei wurden 3 Beamte verletzt. Die Landwirtschaftsverbände distanzierten sich von den Gewalttätern in ihren Reihen.

Andreas Kockartz
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Es kam am Montag mehrmals zu Konflikten zwischen der Polizei und Bauern. Diese durchbrachen z.B. mit Landmaschinen Polizeisperren, besprühten Polizisten mit Mist und Stroh, bewarfen sie mit Feuerwerkskörpern und machten sich Brandstiftung schuldig, in dem sie Feuer aus Stroh, mitgebrachten Reifen und Straßenmobiliar anzündeten.

Die Feuerwehr musste gleich mehrere Brände löschen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) rief die Polizei dazu auf, die Krawallmacher und Randalierer zu identifizieren. Dazu werden jetzt u.a. Bilder von Überwachungskameras und aus den sozialen Medien analysiert.

Am Montagabend, als die Bauer die Hauptstadt wieder verlassen hatten, begann das große Aufräumen. Feuerwehr, Polizei und Stadtreinigung hatten stundenlang aller Hände voll zu tun, um den Abfall, die verbrannten (und nicht verbrannten) Auto- und Traktorreifen wegzuräumen (Fotos unten).

Hinzu kamen noch Massen an Stroh, mit denen Landwirte die Polizei und einige EU-Gebäude besprüht hatten. Am Dienstag wird überprüft, welche Schäden durch die Brände auf dem Asphalt, in den Verkehrstunneln und unter den Bahnbrücken entstanden sind und wie diese beziffert werden. 

(Lesen Sie bitte unter dem Video zu den Protesten weiter)

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Was haben die Bauern von gewalttätigen Protesten?

Die Landwirtschaftsverbände, die diese Demonstration im Brüsseler Europaviertel organisiert hatten, distanzieren sich deutlich von den Randalierern in ihren Reihen. Beobachter stellen die Frage, ob solche Gewaltausbrüche der Sache dienen oder ob sich die Landwirte damit „in den eigenen Fuß schießen“.

Am Montag berichteten die Medien kaum über die Gründe der Proteste oder über das Treffen der EU-Landwirtschaftsminister, gegen die sich die Proteste eigentlich richteten. Im Fokus standen eher die Krawalle, die von Landwirten ausgegangen sind.

„Je mehr Aufmerksamkeit den Krawallen zukommt, je weniger Aufmerksamkeit wird dem Kern der Diskussion gewidmet“, sagte die Soziologin Evelien Willems von der Antwerpener Universität (UAntwerpen) dazu gegenüber VRT NWS: „Die Bauern unterminieren damit ihre eigene Botschaft.“

Das Allgemeine Bauernsyndikat und der Bauernbund in Flandern distanzieren sich von den Krawallmachern: „Sie wollen weiter mit der Politik an einem Tisch sitzen können und nicht mit der Gewalt in Verbindung gebracht werden“, so Willems. 

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