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Sophie Wilmès
Inland
Politik

Wahlen '24: Ex-Premierministerin Sophie Wilmès wird Europa-Spitzenkandidatin für die MR

Die frankophonen Liberalen MR schicken die frühere belgische Premierministerin Sophie Wilmès in den Ring als Spitzenkandidatin für die Europawahlen am 9. Juni 2024. Wilmès tritt damit an die Stelle des EU-Ratsvorsitzenden Charles Michel, der von seinem Vorhaben abrückte. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Als der noch amtierende EU-Ratsvorsitzende Charles Michel, ebenfalls ein belgischer Ex-Premier, vor einiger Zeit ankündigte, von seinem Amt vorzeitig zurückzutreten, um für die frankophone liberale Reformbewegung MR für die Europawahlen anzutreten, sah sich dieser heftiger internationaler Kritik ausgesetzt.

Daraufhin rückte er von seinem Vorhaben ab und kündigte an, sein Mandat als EU-Ratsvorsitzender, das bis November 2024 läuft, zu Ende zu führen. Also musste die MR einen neuen Spitzenkandidaten bzw. eine Kandidatin finden.

Obschon auch der aktuelle EU-Justizkommissar Didier Reynders genannt wurde, fiel die Wahl auf Sophie Wilmès. Sie war eine Zeit lang Außenministerin in der Regierung De Croo (siehe weiter unten-), zog sich jedoch im April 2022 aus ihrem Ant zurück, um an der Seite ihres schwer erkrankten Ehemannes, dem Australier Christopher Stone zu sein. Dieser starb vor Kurzem an einem Hirntumor. 

Politische Laufbahn

Sophie Wilmès (49) war seit 2015 in der nationalen Politik in Belgien tätig. Sie war zunächst Finanzministerin und für Ministerin für den öffentlichen Dienst. Von Oktober 2019 bis September 2020 war sie Premierministerin der damaligen Minderheitsregierung. Damit war sie die erste Frau in Belgien, die dieses Amt ausübte.

Im Oktober 2020 wurde sie Vizepremierministerin und Ministerin für auswärtige Angelegenheiten, Europa und Außenhandel sowie föderale Kultureinrichtungen in der sogenannten Vivaldi-Regierung aus Liberalen, Grünen, Sozialisten und Christdemokraten.

Zusammen mit ihrem Ehemann, dem australischen Geschäftsmann Christopher Stone, hat sie vier Kinder.

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