Ein Kollektiv aus belgischen Politikern mit Wurzeln im Kongo fordert von Belgien und von der Europäischen Union eine Verurteilung der jüngsten Gewalt im Osten des Landes. Sie beschuldigen Ruanda, die Rebellen, die sich derzeit auf dem Vormarsch in Richtung Goma befinden, zu unterstützen.
Belgische Politiker mit kongolesischen Wurzeln fordern eine Reaktion auf die Gewalt im Osten von Kongo
Einige in unserem Land aktive belgisch-kongolesische Politikerinnen und Politiker sind der Ansicht, dass Belgien und die EU zu wenig gegen die neuerliche Gewalt in Ostkongo unternehmen. Und sie werfen dem Nachbarland Ruanda vor, die dort aktiven Rebellen zu unterstützen. Diese rücken gegen Goma vor und üben dabei heftige Gewalt aus.
Seit rund 3 Jahrzehnten wütet der gewalttätige Konflikt in Ostkongo und gerade flackert die Gewalt dort wieder auf. Das Kollektiv der Politikerinnen und Politiker aus der kongolesischen Diaspora in Belgien sind beunruhigt über die Stille dazu in der hiesigen politischen Welt und in der EU.
Gisèle Mandaila von der frankophonen linksliberalen Brüsseler Partei Défi sagte bei einer Pressekonferenz in der belgischen Hauptstadt, dass man endlich gehört werden wolle: „Die Berichte über die Gewalt in Ostkongo bestehen aber niemand tut etwas damit.“
Belgien muss die Gewalt im Osten des Kongo erkennen und verurteilen“
Kollektiv belgisch-kongolesischer Politikerinnen und Politiker
Die aktive belgisch-kongolesische Politikerinnen und Politiker beschuldigen das Nachbarland Kongos, Ruanda, hier die Gewalt zu schüren, denn die würden die M23-Rebellen, die gegen die Armee des Kongo kämpfen, zu unterstützen. Inzwischen seien dort wieder zahllose Menschen auf der Flucht.
„Belgien muss, wie Frankreich und die USA es machen, diese Unterstützung verurteilen. Und sie müssen erkennen, dass hier ein echter Völkermord vonstattengeht“, so Pierre Kompany von der frankophonen Zentrumspartei Les Engagés.
Das Kollektiv schlussfolgert, dass sich im Osten des Kongos mit 7 Millionen Flüchtlingen eine enorme humanitäre Krise ereigne und dieser Konflikt verdiene die gleiche Aufmerksamkeit, wie andere Konflikte auf der Welt, wie z.B. in der Ukraine und in Palästina. Inzwischen wachsen im Krisengebiet auch wieder antiwestliche und antibelgische Ressentiments.
